Preis für großes Engagement im Umweltschutz: Drei „Umweltheldinnen des Jahres“ ausgezeichnet
Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis gilt als der höchstdotierte Preis für zivilgesellschaftliches Engagement im Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland. Die Auszeichnung wurde im Museum für Kommunikation Berlin überreicht.
Geehrt wurden drei Frauen für ihren besonderen Einsatz für Natur, Klimaschutz und eine engagierte Zivilgesellschaft: Angelika Linckh als „Umweltheldin des Jahres“, Emma Maria Stremplat als „Umweltjuristin des Jahres“ sowie Inga Feuser als „Umweltschützerin im Staatsdienst“.
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements: Gerade in der aktuellen Zeit brauche es Menschen, die sich mutig für Natur, Klima und eine lebendige Demokratie einsetzen und damit konkrete Veränderungen anstoßen.
Für den Preis gingen mehr als 700 Vorschläge ein. Aus ihnen wählte die DUH zunächst mehrere Nominierte aus verschiedenen Bereichen aus. Anschließend beteiligten sich über 20.000 Menschen in Deutschland an einer öffentlichen Abstimmung über die Preisträgerinnen.
Die Auszeichnung als „Umweltheldin des Jahres“ erhielt die Stuttgarter Ärztin Angelika Linckh. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für Umwelt- und Menschenrechtsthemen, unter anderem als Mitgründerin eines feministischen Frauengesundheitszentrums sowie im Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 und für den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs.
Als „Umweltjuristin des Jahres“ wurde Emma Maria Stremplat ausgezeichnet. Sie gründete mit „Roots“ die erste Umweltrechtsklinik Deutschlands. Dort erhalten Initiativen und Bürgerinnen und Bürger kostenlose juristische Beratung, wenn sie sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen möchten.
Der Preis „Umweltschützerin im Staatsdienst“ ging an die Lehrerin Inga Feuser. Sie setzt sich in der Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit und Demokratie ein und gehört zu den Mitbegründerinnen der Initiative Teachers for Future.
Der Preis soll künftig jährlich vergeben werden. Das Preisgeld wird von der Suchmaschine Ecosia gestiftet. Bewerbungen und Vorschläge für die Auszeichnung im Jahr 2027 können ab sofort eingereicht werden.
Unterstützer und Partner des Preises sind Der Paritätische (Gesamtverband), Ecosia, GermanZero, Holi Social, Letsact, MPCT, Social Points (SOPS), The Goodwins, Utopia, Wechange, Gesellschaft für Klima und Demokratie, Deutsche KlimaStiftung, Audiencly, Brand New Bundestag, Green Legal Impact, BUND Berlin und die Klima-Allianz Deutschland.