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Preineder: Heimischer Ökostrom statt teurem Import von Öl, Gas und Kohle

27.07.2004

Chance: Österreich soll europaweit Ökoenergie-Musterland werden

ja © Dipl.Ing. Alois Rasinger
ja © Dipl.Ing. Alois Rasinger
"Wenn der Stromwirtschaft als Antwort auf rasant steigende Rohstoffpreise bei importiertem Öl, Gas und Kohle nur der Bau von neuen Kraftwerken und der steigende Import von Atomstrom einfällt, ist das etwas dürftig. Vor allem wenn der Hinweis auf die Nutzung heimischer Alternativenergie mit dem Argument vom Tisch gewischt wird, das käme dem Stromkunden teurer. Alternativenergie wird in dem Maße konkurrenzfähiger, in dem die Preise für fossile Energie höher werden. Die derzeitige Hochpreisphase bei importierten Energieträgern, welcher Experten eine längere Dauer voraussagen, ist der geeignete Moment, voll auf Strom aus heimischen erneuerbaren Quellen zu setzen, statt über Atomstromimporte nachzudenken", stellte heute der Obmann des Ausschusses für Energiefragen in der Präsidentenkonfe-renz der Landwirtschafts-kammern Österreichs, Martin Preineder, zu Aussagen von Stromwirtschafts-Verantwortlichen fest.
"Die Land- und Forstwirtschaft sowie eine spezialisierte heimische Industrie haben Rohstoff und Technologie in der Hand, um die Abhängigkeit Österreichs von ausländischen Energiequellen zu vermindern und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Wir verlangen deshalb in der derzeitigen Debatte um das Ökostromgesetz optimale Rahmenbedingungen für die Alternativenergie. Das ist ein Gebot derökonomischen und ökologischen Vernunft", betonte Preineder.

Chancen durch erneuerbare Energie offensiv nutzen

"Wir brauchen kein Gejammer über hohe Strompreise, sondern ein mutiges Anpacken jener Chancen, die die erneuerbare Energie bietet.Österreich hat es auf Grund seiner hervorragenden Ressourcen in der Hand, in diesem umwelt- und wirtschaftspolitisch so wichtigen Bereich europaweit zum Ökoenergie-Musterland zu werden. Nun gilt es, diese Chancen offensiv zu nutzen und durch geeignete legistische Rahmenbedingungen die Initialzündung für einen weiteren Ausbau dieser für Umwelt, Wirtschaft und Landwirtschaft positiven Form der Energieerzeugung zu geben", unterstrich Preineder.
"Die umweltfreundliche Erzeugung von Ökostrom hat auch regionalpolitisch enorm positive Auswirkungen. Denn dadurch werden im ländlichen Raum Arbeitsplätze geschaffen und die Wertschöpfung bleibt im Lande. Darüber hinaus steigt die Versorgungssicherheit für die Stromkunden. Der umweltpolitische Vorteil ist ebenfalls spürbar. Eine Verminderung der Emissionen hilft mit, das Ziel der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung leichter zu erreichen. Wir verlangen daher eine konsequente und geradlinige Ökostrompolitik, die einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles möglich macht", so Preineder. (Schluss)
Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0051 2004-07-27/11:06

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27.07.2004 | Autor*in: pawek
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