Polens Energiewende gewinnt Speed: Erneuerbare Kapazität soll bis 2035 auf 91,5 GW steigen
Polens Stromversorgung war jahrzehntelamg stark von Steinkohle und Braunkohle geprägt, da diese vor Ort agebaut wurde. Doch dieses Modell gerät immer mehr unter Druck: alternde Kohlekraftwerke, ein wachsender Strombedarf sowie die Dekarbonisierungsvorgaben der Europäischen Union verändern die Prioritäten in der Energiepolitik grundlegend. Während die Kohleverstromung schrittweise zurückgeht, verlagern sich Investitionen und Kapazitätsausbau immer stärker in Richtung erneuerbarer Energien.
Vor diesem Hintergrund prognostiziert GlobalData, ein internationales Analyse- und Consultingunternehmen einen massiven Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Polen. Demnach soll die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien von rund 33,3 GW im Jahr 2024 auf mehr als 91,5 GW bis 2035 anwachsen.
Diese Entwicklung wird laut dem Bericht „Poland Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ durch mehrere Faktoren getragen: nationale energiepolitische Rahmenbedingungen, umfangreiche Fördermechanismen der EU sowie eine steigende Stromnachfrage aus Industrie, Dienstleistungssektor und privaten Haushalten.
Solar- und Windkraft als treibende Kräfte
Den größten Anteil am Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten werden Solar- und Windenergie übernehmen.
Die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen lag 2024 bei etwa 21,2 GW und soll bis 2035 auf rund 59,1 GW anwachsen, sich also mehr als verdoppeln. Getragen wird dieses Wachstum durch große Freiflächenprojekte, den weiteren Ausbau dezentraler Anlagen sowie durch Auktionsmodelle im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
Auch Windenergie bleibt ein zentraler Pfeiler. An Land soll die Windkraftkapazität von etwa 10,1 GW im Jahr 2024 auf rund 17,7 GW im Jahr 2035 steigen. Ermöglicht wird dies unter anderem durch Anpassungen bei Abstands- und Genehmigungsregeln sowie durch neue Investitionsimpulse. Zusätzlich kommt ab 2026 Offshore-Windkraft ins Spiel: In der Ostsee entstehen demnächst großskalige Projekte, die bis 2035 eine Leistung von etwa 12,3 GW erreichen sollen. Grundlage dafür sind das Offshore-Wind-Gesetz sowie langfristige Vertragsmodelle.
Politische Rahmenbedingungen und Netzausbau entscheidend
Mohammed Ziauddin, Power Analyst bei GlobalData, betont: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Polen wird durch das Zusammenspiel nationaler Energiepolitik, europäischer Klimaziele und umfangreicher Infrastrukturinvestitionen vorangetrieben.“
Strategische Leitlinien wie die Energiepolitik Polens bis 2040 und der aktualisierte Nationale Energie- und Klimaplan schaffen Planungssicherheit für Investoren. Gleichzeitig spielt der Netzausbau eine Schlüsselrolle: Investitionen des staatlichen Übertragungsnetzbetreibers Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A. sind entscheidend, um steigende Mengen schwankender erneuerbarer Erzeugung in das Stromsystem zu integrieren.
Kohle auf dem Rückzug
Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien bleibt Kohle kurzfristig noch ein wichtiger Bestandteil des polnischen Energiemixes. Allerdings besteht ein Großteil der Kohlekraftwerke aus stark veralteten Anlagen, deren Betrieb zunehmend teurer wird und strengeren Umweltauflagen unterliegt. Steigende CO₂-Kosten im EU-Emissionshandel, auslaufende Kapazitätsmarktverträge und geringe Investitionen in die Modernisierung beschleunigen den Rückzug aus der Kohleverstromung. Die installierte Kohleleistung dürfte daher von etwa 32,2 GW im Jahr 2024 auf rund 20,5 GW bis 2035 sinken.
Parallel dazu gibt es immer noch Bestrebungen, Erdgas auszubauen: Unterstützt durch den Ausbau von LNG-Importkapazitäten, diversifizierte Pipeline-Lieferungen und stärkere regionale Vernetzung soll die gasbasierte Stromerzeugung laut den bisherigen Plänen von rund 5,6 GW im Jahr 2024 auf etwa 13,2 GW im Jahr 2035 anwachsen. Aber es hat einen vehementen Nachteil: Im Vergleich zu erneuerbaren Energien ist es teuer.
Ein zunehmend diversifizierter Energiemix
„Der polnische Stromsektor entwickelt sich hin zu einem deutlich diversifizierteren Erzeugungsmix“, fasst Ziauddin zusammen. Eines ist fix, obwohl es immer noch Atomkraftpläne gibt: Erneuerbare Energien werden den Großteil der neuen Kapazitäten stellen, während Solar- und Windkraft das System grundlegend verändern. Netz- und Speicherausbau sollen für Stabilität sorgen, Kohle verliert. Insgesamt stärkt dieser Kurs sowohl die Versorgungssicherheit als auch Polens langfristige Klimaziele.
Vor diesem Hintergrund prognostiziert GlobalData, ein internationales Analyse- und Consultingunternehmen einen massiven Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Polen. Demnach soll die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien von rund 33,3 GW im Jahr 2024 auf mehr als 91,5 GW bis 2035 anwachsen.
Diese Entwicklung wird laut dem Bericht „Poland Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ durch mehrere Faktoren getragen: nationale energiepolitische Rahmenbedingungen, umfangreiche Fördermechanismen der EU sowie eine steigende Stromnachfrage aus Industrie, Dienstleistungssektor und privaten Haushalten.
Solar- und Windkraft als treibende Kräfte
Den größten Anteil am Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten werden Solar- und Windenergie übernehmen.
Die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen lag 2024 bei etwa 21,2 GW und soll bis 2035 auf rund 59,1 GW anwachsen, sich also mehr als verdoppeln. Getragen wird dieses Wachstum durch große Freiflächenprojekte, den weiteren Ausbau dezentraler Anlagen sowie durch Auktionsmodelle im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
Auch Windenergie bleibt ein zentraler Pfeiler. An Land soll die Windkraftkapazität von etwa 10,1 GW im Jahr 2024 auf rund 17,7 GW im Jahr 2035 steigen. Ermöglicht wird dies unter anderem durch Anpassungen bei Abstands- und Genehmigungsregeln sowie durch neue Investitionsimpulse. Zusätzlich kommt ab 2026 Offshore-Windkraft ins Spiel: In der Ostsee entstehen demnächst großskalige Projekte, die bis 2035 eine Leistung von etwa 12,3 GW erreichen sollen. Grundlage dafür sind das Offshore-Wind-Gesetz sowie langfristige Vertragsmodelle.
Politische Rahmenbedingungen und Netzausbau entscheidend
Mohammed Ziauddin, Power Analyst bei GlobalData, betont: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Polen wird durch das Zusammenspiel nationaler Energiepolitik, europäischer Klimaziele und umfangreicher Infrastrukturinvestitionen vorangetrieben.“
Strategische Leitlinien wie die Energiepolitik Polens bis 2040 und der aktualisierte Nationale Energie- und Klimaplan schaffen Planungssicherheit für Investoren. Gleichzeitig spielt der Netzausbau eine Schlüsselrolle: Investitionen des staatlichen Übertragungsnetzbetreibers Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A. sind entscheidend, um steigende Mengen schwankender erneuerbarer Erzeugung in das Stromsystem zu integrieren.
Kohle auf dem Rückzug
Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien bleibt Kohle kurzfristig noch ein wichtiger Bestandteil des polnischen Energiemixes. Allerdings besteht ein Großteil der Kohlekraftwerke aus stark veralteten Anlagen, deren Betrieb zunehmend teurer wird und strengeren Umweltauflagen unterliegt. Steigende CO₂-Kosten im EU-Emissionshandel, auslaufende Kapazitätsmarktverträge und geringe Investitionen in die Modernisierung beschleunigen den Rückzug aus der Kohleverstromung. Die installierte Kohleleistung dürfte daher von etwa 32,2 GW im Jahr 2024 auf rund 20,5 GW bis 2035 sinken.
Parallel dazu gibt es immer noch Bestrebungen, Erdgas auszubauen: Unterstützt durch den Ausbau von LNG-Importkapazitäten, diversifizierte Pipeline-Lieferungen und stärkere regionale Vernetzung soll die gasbasierte Stromerzeugung laut den bisherigen Plänen von rund 5,6 GW im Jahr 2024 auf etwa 13,2 GW im Jahr 2035 anwachsen. Aber es hat einen vehementen Nachteil: Im Vergleich zu erneuerbaren Energien ist es teuer.
Ein zunehmend diversifizierter Energiemix
„Der polnische Stromsektor entwickelt sich hin zu einem deutlich diversifizierteren Erzeugungsmix“, fasst Ziauddin zusammen. Eines ist fix, obwohl es immer noch Atomkraftpläne gibt: Erneuerbare Energien werden den Großteil der neuen Kapazitäten stellen, während Solar- und Windkraft das System grundlegend verändern. Netz- und Speicherausbau sollen für Stabilität sorgen, Kohle verliert. Insgesamt stärkt dieser Kurs sowohl die Versorgungssicherheit als auch Polens langfristige Klimaziele.