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Photovoltaik: Wir brauchen keine Verhinderer einer Zukunftstechnologie

31.01.2010

Photovoltaiktagung in St. Pölten zeigt großes Interesse- Kopfschütteln über die Regierung in der Branche

ja © http://www.bmu.de/de/txt/presse/bildarchiv/alle_bilder/
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St. Pölten - Wiederholung einer interessanten Photovoltaiktagung der Nö. Energieberatung in St.Pölten im Landhaus: Immens großes Interesse der Bevölkerung, von Planern und Ausführenden machten eine zweite Veranstaltung notwendig.
Gleichzeitig Unmut- wieso erkennt Österreich das Potential der Sonne nicht und wieso gibt es keine gültigen Tarife für die Einspeisung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen (der Topf ist bereits ausgeschöpft- die Förderung des Klima- und Energiefonds war einfach viel zu klein). Was soll das? Warum denkt man nicht an Arbeitsplätze, an Entwicklungschancen? Österreich hat einige Big Player in der Photovoltaikindustrie vorzuweisen: Isovolta, Fronius, usw. Eine vergessene Industrie?
Die rund 300 Tagungsteilnehmer waren sich einig: Die Fördermöglichkeit in Österreich gleicht den Bedingungen in einem Casino: Spielen wir mit = reichen wir ein. Es ist wie Roulettespiel, weil was herauskommt, ist vollkommen ungewiss. Die Förderungen im Rahmen des Tarids sind auch gedeckelt- der Topf ist mit 2,1 Mio. Euro für 2010 einfach zu klein und damit bereits jetzt ausgeschöpft. Einreichen kann man - aber mit einer Chance für 2011 frühestens.
Wenigstens Niederösterreich denkt vor: Eine Landesförderung hilft den KonsumentInnen ihren Wunsch nach einer Solarstromanlage zu erfüllen. Gebe es diese nicht, so könnten viele der planenden und ausführenden Betriebe wahrscheinlich bereits zusperren. Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf hat die Zeichen der Zeit erkannt- in seiner Rede meint er: "Wir brauchen keine Verhinderer in der AK, die einer Zukunftstechnologie im Wege stehen". Niederösterreich will sich für bessere Bedingungen für die Photovoltaik in ganz Österreich einsetzen.
Bei anschließenden Diskussionen wird klar: auch bei so manchen ÖVP-Vertretern in der Bundesregierung könnte eine "Nachhilfe" notwendig sein, dort scheint ebenso breite Unwissenheit über die immensen Vorteile von Photovoltaik zu bestehen. Photovoltaikstrom ist Spitzenstrom. Die Anlagen liefern genau dann mehr, wenn wir mehr Strom verbrauchen- im Sommer, um die Mittagszeit. "Wir empfehlen den Verhinderern, sich z.B. die Strompreise an den Strombörsen um diese Zeit anzusehen!" so ein Tagungsteilnehmer. "Sie sind dann sogar über dem, was an Vergütung bezahlt wird." Die Sonne macht unabhängig- sie schickt keine Rechnung und abdrehen kann man sie auch nicht einfach.
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31.01.2010 | Autor*in: holler
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