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PETITION: Kritik an geplanter Besteuerung von E-Dienstautos

09.05.2026

Gegen die Abschaffung der Sachbezugsbefreiung von Elektrofahrzeugen

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Nur Laden allein ist zuwenig © Ecoflow
Die österreichische Bundesregierung plant, die bisherige Sachbezugsbefreiung für Elektrofahrzeuge abzuschaffen und künftig den "geldwerten Vorteil" davon  zu versteuern. Betroffen wären vor allem Unternehmen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in den vergangenen Jahren bewusst auf Elektromobilität umgestiegen sind – im Vertrauen auf stabile steuerliche Rahmenbedingungen.

Die bisherige Befreiung für emissionsfreie Dienstfahrzeuge war klar und ohne zeitliche Befristung geregelt. Auf dieser Grundlage wurden langfristige Entscheidungen getroffen: Unternehmen investierten in E-Fuhrparks, Ladeinfrastruktur und Photovoltaik-Anlagen, zahlreiche Beschäftigte schlossen mehrjährige Leasingverträge ab oder integrierten E-Dienstautos in ihre Gehaltsmodelle. 
 

Eine nachträgliche Einführung des Sachbezugs für bestehende Fahrzeuge würde diese Entscheidungen entwerten und das Vertrauen in die Verlässlichkeit wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen beschädigen. Gleichzeitig gilt der budgetäre Effekt der Maßnahme als vergleichsweise gering. Kritiker sprechen vor allem von einer zeitlichen Vorziehung von Einnahmen statt einer nachhaltigen Verbesserung der Staatsfinanzen.
 

Betroffen wären rund 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich. Für viele würde die Änderung Mehrkosten von 100 bis über 200 Euro pro Monat bedeuten. Unternehmen und Verbände warnen  auch vor negativen Folgen für künftige Investitionen und die Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität.
 

Gefordert wird daher ein klarer Bestandsschutz für alle bis Ende 2026 abgeschlossenen Verträge über E-Dienstfahrzeuge sowie eine verlässliche und konsistente Steuerpolitik ohne rückwirkende Verschlechterungen. 
 

Die Debatte berührt nicht nur die Elektromobilität, sondern grundsätzliche Fragen von Planungssicherheit, Fairness und Vertrauen in politische Entscheidungen. Wer in nachhaltige Lösungen investiert, müsse sich darauf verlassen können, dass die Spielregeln nicht nachträglich geändert werden.

Nur zur Info: Österreich hinkt im Vergleich zum europäischen Spitzenfeld der E-Auto Neuzulassungen noch  hinterher. Der E-Pkw-Anteil in Finnland bei Neuzulassungen ist laut Zahlen des VCÖ doppelt so hoch, in Dänemark dreieinhalb Mal so hoch und in Norwegen viereinhalb Mal so hoch. Gerade Firmenwägen erhönen in Folge den Anteil von gebrauchten Elektroautos, die vor allem von Privatpersonen gekauft werden.   

Der Megavorteil ist, das Elektrofahrzeuge mit  heimischem Strom betrieben werden können, der nicht  wie fossile Energie für Benzin- und Dieselfahrzeuge aus dem Ausland eingeführt werden muss.

Biogena Gründer Albert Schmidbauer hat deswegen eine Petition gestartet! 

Links

  • Kein Sachbezug für bestehende E-Dienstwagen!
  • Autohandel warnt: Einführung von Sachbezug für E-Autos gefährdet die gesamte Mobilitätswende
  • Österreich verliert Anschluss bei Elektroautos: Kritik an geplanter Steuermaßnahme
  • WKÖ-Bundesspartenobmann Roth: „E-Auto-Steuerpläne sind ein fatales Signal“
  • Abschaffung des Null-Sachbezugs für E-Firmenautos?  Ein Rückschritt für Standort, Planungssicherheit und Klimaziele

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09.05.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 16. Juni 2026, 69.405 Artikel Online

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