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Passivhausabend zeigt globale Wirkung: Deutsche Bauprojekte fördern PV-Anlagen in Bangladesch

21.11.2025

Wie nachhaltiges Bauen in Deutschland Menschen in anderen Teilen der Welt konkret unterstützen kann, zeigt der kommende Passivhaus-Abend am 26. November

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Installation der PV Anlagen © Mohammed Rezwan

Darmstadt  - Unter dem Titel „Passivhäuser als Auslöser von Partnerprojekten“ berichten drei Referenten in einem gebührenfreien Webinar, wie ihre Bauprojekte zu Verbesserungen der Lebensumstände in Bangladesch geführt haben – darunter Photovoltaikanlagen auf drei Schiffen der regionalen Bevölkerung.
 

Die Besonderheit: Dank einer Vereinbarung mit dem Passivhaus Institut kann der Nachweis erneuerbarer Energie für die Zertifizierung eines Passivhaus-Premium-Gebäudes nicht nur am eigenen Bau erfolgen, sondern auch durch nachhaltige Energieprojekte an anderen Orten der Welt. So entstanden in der von Überschwemmungen geprägten Region Pabna schwimmende Schulen, Krankenstationen und Schulungsräume, die heute mit Solarstrom versorgt werden.
 

Die PV-Module liefern rund 5400 Kilowattstunden Strom pro Jahr und ermöglichen den Einsatz von Computern, Beleuchtung, medizinischer Basisversorgung sowie das Aufladen von Lampen für Schülerinnen, Schüler und Anwohner. Initiiert wurde das Projekt vom Münchner Architekten Rainer Vallentin, der dafür den Verein Partnerprojects gründete und vor Ort mit der erfahrenen NGO Shidhulai Swanirvar Sangstha von Mohammed Rezwan kooperiert. Rezwan wird beim Webinar ein Grußwort beisteuern.
 

Vallentin betont, wie sehr die Begegnungen in Bangladesch sein Verständnis von Nachhaltigkeit geprägt haben: „Wer die Lebensbedingungen von Menschen in Armut oder vom Klimawandel bedrohten Regionen erlebt, reflektiert auch die eigene Anspruchshaltung. Mir war wichtig, dass andere von unseren Projekten in Deutschland profitieren.“ Entscheidend für den Erfolg sei die enge Einbindung der Bevölkerung vor Ort.

Ein weiteres Ergebnis der Zusammenarbeit: Das Know-how aus Bangladeschs Schiffsbau fand seinen Weg nach Deutschland – auf das Dach einer Münchner Schule, wo inzwischen ein Pausenraum in Schiffsform steht, realisiert gemeinsam mit den Partnern in Fernost.
 

Der Passivhaus-Abend findet als kostenfreies Webinar statt und ist als Fortbildung anerkannt. Die Passivhaus-Organisationen aus Deutschland und Österreich bereiten bereits weitere Veranstaltungen für 2026 vor. Informationen und Anmeldung sind über die Homepage der IG Passivhaus möglich.

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