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Ornithologisches Highlight: Nach 70 Jahren brütet das Zwergsumpfhuhn wieder im Burgenland

30.07.2025

BirdLife Österreich meldet Brutnachweis seltener Rallenart

Zwergsumpfhuhn.jpg
Zwergsumpfhuhn © Leander Khil

Wien  –  Nach dem bislang einzigen Brutnachweis aus dem Jahr 1955 wurden in der heurigen Brutsaison gleich drei erfolgreiche Bruten des Zwergsumpfhuhns im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel dokumentiert. Diese Vogelart lebt besonders versteckt, weshalb Brutnachweise in der Regel schwierig zu erbringen sind. Dass nach so langer Zeit wieder ein Brutnachweis erbracht werden konnte, ist der gezielten Nachsuche eines begeisterten Vogelkundlers an den wenigen passenden Stellen zu verdanken.

Das Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) ist die kleinste in Europa vorkommende Rallenart und zählt zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten Europas (EU-Vogelschutzrichtlinie Anhang I*). Es handelt sich um einen der am wenigsten bekannten Brutvögel Europas, von dem nur wenige, zumeist nur unregelmäßig besetzte Brutgebiete z. B. in den Niederlanden, in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Ungarn bekannt sind. Selbst in optimal scheinenden Habitaten werden nur in einzelnen Jahren brutverdächtige Individuen entdeckt.

Als Lebensraum bewohnt das Zwergsumpfhuhn dicht mit niedriger, schmalblättriger Sumpfvegetation bewachsene Feuchtwiesen mit sehr seichtem Wasserstand. Aufgrund der heimlichen Lebensweise und des schwer zugänglichen Lebensraums sind Zwergsumpfhühner allerdings äußerst schwer nachzuweisen – Bruten bleiben daher oft unentdeckt.
 

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel
 

In enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel gelang es dem jungen Ornithologen Jakob Vratny mithilfe von Kamerafallen, den zweiten Brutnachweis überhaupt für das Zwergsumpfhuhn in Österreich zu erbringen.

„Nachdem ich im Mai gleich drei simultan rufende Männchen gehört habe, lag der Verdacht nahe, dass auch Weibchen im Gebiet unterwegs sind und es heuer Nachwuchs geben könnte“, berichtet Vratny. Bereits Ende Juni konnte der erste Jungvogel fotografisch dokumentiert werden. Im Verlauf des Juli gelangen weitere Nachweise von Jungvögeln aus insgesamt drei verschiedenen Bruten – ein sensationeller Erfolg! „Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Küken auf den Kamerafallen lassen auf drei Brutpaare schließen“, ergänzt Vratny.

Die bereits zum Teil umgesetzten Rückstaumaßnahmen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel zur Erhöhung des Grundwasserspiegels kommen dem Zwergsumpfhuhn und weiteren Arten feuchter Lebensräume zugute.
 

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel
 

Auch auf einer renaturierten Feuchtfläche am Gelände der St. Martins Therme & Lodge herrschte ein konkreter Brutverdacht, ein Brutnachweis glückte allerdings nicht. Dennoch zeigt der Brutversuch, dass renaturierte Feuchtflächen – wie sie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur („Nature Restoration Law“) fordert – eine entscheidende Rolle für gefährdete Arten wie das Zwergsumpfhuhn spielen können.

*Im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG vom 30. November 2009) sind alle europäischen Vogelarten aufgeführt, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Für sie werden spezielle Schutzgebiete (SPA) im Natura-2000- Netzwerk ausgewählt.

 

Wien, 24.07.2025 –  Nach dem bislang einzigen Brutnachweis aus dem Jahr 1955 wurden in der heurigen Brutsaison gleich drei erfolgreiche Bruten des Zwergsumpfhuhns im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel dokumentiert. Diese Vogelart lebt besonders versteckt, weshalb Brutnachweise in der Regel schwierig zu erbringen sind. Dass nach so langer Zeit wieder ein Brutnachweis erbracht werden konnte, ist der gezielten Nachsuche eines begeisterten Vogelkundlers an den wenigen passenden Stellen zu verdanken.

Das Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) ist die kleinste in Europa vorkommende Rallenart und zählt zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten Europas (EU-Vogelschutzrichtlinie Anhang I*). Es handelt sich um einen der am wenigsten bekannten Brutvögel Europas, von dem nur wenige, zumeist nur unregelmäßig besetzte Brutgebiete z. B. in den Niederlanden, in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Ungarn bekannt sind. Selbst in optimal scheinenden Habitaten werden nur in einzelnen Jahren brutverdächtige Individuen entdeckt.

Als Lebensraum bewohnt das Zwergsumpfhuhn dicht mit niedriger, schmalblättriger Sumpfvegetation bewachsene Feuchtwiesen mit sehr seichtem Wasserstand. Aufgrund der heimlichen Lebensweise und des schwer zugänglichen Lebensraums sind Zwergsumpfhühner allerdings äußerst schwer nachzuweisen – Bruten bleiben daher oft unentdeckt.

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel

„In enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel gelang es dem jungen Ornithologen Jakob Vratny mithilfe von Kamerafallen, den zweiten Brutnachweis überhaupt für das Zwergsumpfhuhn in Österreich zu erbringen.

„Nachdem ich im Mai gleich drei simultan rufende Männchen gehört habe, lag der Verdacht nahe, dass auch Weibchen im Gebiet unterwegs sind und es heuer Nachwuchs geben könnte“, berichtet Vratny. Bereits Ende Juni konnte der erste Jungvogel fotografisch dokumentiert werden. Im Verlauf des Juli gelangen weitere Nachweise von Jungvögeln aus insgesamt drei verschiedenen Bruten – ein sensationeller Erfolg! „Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Küken auf den Kamerafallen lassen auf drei Brutpaare schließen“, ergänzt Vratny.

Die bereits zum Teil umgesetzten Rückstaumaßnahmen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel zur Erhöhung des Grundwasserspiegels kommen dem Zwergsumpfhuhn und weiteren Arten feuchter Lebensräume zugute.

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel

Auch auf einer renaturierten Feuchtfläche am Gelände der St. Martins Therme & Lodge herrschte ein konkreter Brutverdacht, ein Brutnachweis glückte allerdings nicht. Dennoch zeigt der Brutversuch, dass renaturierte Feuchtflächen – wie sie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur („Nature Restoration Law“) fordert – eine entscheidende Rolle für gefährdete Arten wie das Zwergsumpfhuhn spielen können.

*Im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG vom 30. November 2009) sind alle europäischen Vogelarten aufgeführt, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Für sie werden spezielle Schutzgebiete (SPA) im Natura-2000- Netzwerk ausgewählt.

 

Wien, 24.07.2025 –  Nach dem bislang einzigen Brutnachweis aus dem Jahr 1955 wurden in der heurigen Brutsaison gleich drei erfolgreiche Bruten des Zwergsumpfhuhns im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel dokumentiert. Diese Vogelart lebt besonders versteckt, weshalb Brutnachweise in der Regel schwierig zu erbringen sind. Dass nach so langer Zeit wieder ein Brutnachweis erbracht werden konnte, ist der gezielten Nachsuche eines begeisterten Vogelkundlers an den wenigen passenden Stellen zu verdanken.

Das Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) ist die kleinste in Europa vorkommende Rallenart und zählt zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten Europas (EU-Vogelschutzrichtlinie Anhang I*). Es handelt sich um einen der am wenigsten bekannten Brutvögel Europas, von dem nur wenige, zumeist nur unregelmäßig besetzte Brutgebiete z. B. in den Niederlanden, in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Ungarn bekannt sind. Selbst in optimal scheinenden Habitaten werden nur in einzelnen Jahren brutverdächtige Individuen entdeckt.

Als Lebensraum bewohnt das Zwergsumpfhuhn dicht mit niedriger, schmalblättriger Sumpfvegetation bewachsene Feuchtwiesen mit sehr seichtem Wasserstand. Aufgrund der heimlichen Lebensweise und des schwer zugänglichen Lebensraums sind Zwergsumpfhühner allerdings äußerst schwer nachzuweisen – Bruten bleiben daher oft unentdeckt.

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel

„In enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel gelang es dem jungen Ornithologen Jakob Vratny mithilfe von Kamerafallen, den zweiten Brutnachweis überhaupt für das Zwergsumpfhuhn in Österreich zu erbringen.

„Nachdem ich im Mai gleich drei simultan rufende Männchen gehört habe, lag der Verdacht nahe, dass auch Weibchen im Gebiet unterwegs sind und es heuer Nachwuchs geben könnte“, berichtet Vratny. Bereits Ende Juni konnte der erste Jungvogel fotografisch dokumentiert werden. Im Verlauf des Juli gelangen weitere Nachweise von Jungvögeln aus insgesamt drei verschiedenen Bruten – ein sensationeller Erfolg! „Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Küken auf den Kamerafallen lassen auf drei Brutpaare schließen“, ergänzt Vratny.

Die bereits zum Teil umgesetzten Rückstaumaßnahmen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel zur Erhöhung des Grundwasserspiegels kommen dem Zwergsumpfhuhn und weiteren Arten feuchter Lebensräume zugute.

Erfolgreiche Brutnachweise im Seewinkel

Auch auf einer renaturierten Feuchtfläche am Gelände der St. Martins Therme & Lodge herrschte ein konkreter Brutverdacht, ein Brutnachweis glückte allerdings nicht. Dennoch zeigt der Brutversuch, dass renaturierte Feuchtflächen – wie sie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur („Nature Restoration Law“) fordert – eine entscheidende Rolle für gefährdete Arten wie das Zwergsumpfhuhn spielen können.

*Im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG vom 30. November 2009) sind alle europäischen Vogelarten aufgeführt, für deren Schutz besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Für sie werden spezielle Schutzgebiete (SPA) im Natura-2000- Netzwerk ausgewählt.

 


Lisa Lugerbauer
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