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 Österreich startet bundesweites Monitoring für Bergstürze und Großrutschungen

12.01.2026

Erstmals einheitliche Entscheidungsgrundlagen im Risikomanagement in Österreich

PKBergsturz.jpg
Österreich startet bundesweites Monitoring für Bergstürze und Großrutschungen © Franz Oss BMLUK
Österreich ist aufgrund seiner alpinen Lage besonders von Naturgefahren betroffen. Große Massenbewegungen wie Bergstürze, Talzuschübe, tiefgründige Hangrutschungen, oder große Murgänge treten selten auf, können aber enorme Schäden verursachen und Menschen, Infrastruktur sowie Wirtschafts- und Tourismusstandorte gefährden. Der Klimawandel verschärft diese Risiken zusätzlich, etwa durch Starkregen in hohen Lagen, Gletscherrückgang und auftauenden Permafrost.

Der Bergsturz im Schweizer Ort Blatten 2025 hat gezeigt, wie groß die Gefahr solcher Extremereignisse ist. Obwohl Österreich bei der Vorsorge gegen Naturgefahren gut aufgestellt ist, stellen neue Gefährdungen im alpinen Raum das bestehende Schutzsystem vor neue Herausforderungen.

Hier setzt das von Bundesminister Norbert Totschnig initiierte Aktionsprogramm GeomonitorAT an. Ziel ist der Aufbau eines bundesweit koordinierten Monitoringsystems für große Massenbewegungen. Bestehende Daten und Erfahrungen werden gebündelt, moderne Technologien genutzt und Risiken frühzeitig erkannt. So wird die präventive Naturgefahrenvorsorge in Österreich nachhaltig gestärkt.

Bundesminister Norbert Totschnig:
„Der Klimawandel erhöht das Risiko seltener, aber großräumiger Naturereignisse im Alpenraum. Mit dem Aktionsprogramm GeomonitorAT schaffen wir erstmals eine einheitliche, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage auf Bundesebene für das Risikomanagement. Der Grundsatz lautet Prävention (Vorsorge) statt Schadensbewältigung."

Landeshauptmann Anton Mattle:
„Gerade für alpine Regionen wie Tirol ist ein frühzeitiges Erkennen von Gefahren entscheidend. GeomonitorAT stärkt die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Wissenschaft und erhöht die Sicherheit für Bevölkerung, Infrastruktur und Tourismus nachhaltig.“

Mag. Michael Mölk, Leiter des Fachzentrums Geologie der Wildbach- und Lawinenverbauung:
„GeomonitorAT ermöglicht eine systematische, bundesweit einheitliche Erfassung und Bewertung großvolumiger gravitativer Massenbewegungen. Durch die integrierte Nutzung von Fernerkundungsdaten, satellitengestützten Deformationsmessungen und lokalen Monitoringsystemen können Bewegungsraten quantifiziert, Gefährdungspotenziale bewertet und risikobasierte Prioritäten für weiterführende Maßnahmen abgeleitet werden.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Margreth Keiler (Universität Innsbruck, Österreichische Akademie der Wissenschaften):
„Ein systematisches, langfristiges Monitoring ist die Voraussetzung dafür, komplexe Naturgefahren im Klimawandel zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. GeomonitorAT setzt hier einen wichtigen Schritt, indem es Weiterentwicklungen und Beiträge aus Forschung, Praxis und Verwaltung verbindet. Der österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel 2025 hat die Dringlichkeit des Monitorings hervorgehoben und zeigt wie notwendig ein gemeinsamer, richtungsweisender Beitrag zur Klimawandelanpassung ist.“


Sieben Maßnahmen für mehr Sicherheit

GeomonitorAT setzt auf sieben zentrale Maßnahmen, um Risiken durch große Massenbewegungen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehören ein nationales Verzeichnis solcher Gefahren, eine österreichweite Risikoanalyse sowie ein flächendeckendes Monitoring besonders gefährdeter Bereiche. Einheitliche Standards für das Risikomanagement schaffen Bewertungsgrundlagen für technische, organisatorische und raumplanerische Maßnahmen. Vorsorge und Schutzmaßnahmen sowie transparente Information stärken das Bewusstsein in der Bevölkerung.

Die Steuerung des Programms liegt beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz. Die Umsetzung erfolgt durch die Wildbach- und Lawinenverbauung gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und Forschung. GeomonitorAT setzt auf Prävention statt teurer Schadensbewältigung. Einheitliche Daten, klare Zuständigkeiten und frühe Warnungen helfen, Risiken zu senken und langfristig Sicherheit zu schaffen. 

 

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

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