Österreich ratifiziert UN-Hochseeschutzabkommen
Wien. Der österreichische Nationalrat hat einen bedeutenden Schritt für den internationalen Umweltschutz gesetzt: Mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS wurde die Ratifizierung des UN-Hochseeschutz-Übereinkommens beschlossen. Das Abkommen, das bereits im Jänner 2026 international in Kraft getreten ist, zielt darauf ab, die biologische Vielfalt in Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewalt zu bewahren.
Verantwortung eines Binnenlandes: Obwohl Österreich keinen eigenen Meereszugang hat, betonten die Befürworter die unmittelbare Relevanz für das Land. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) verwies darauf, dass der Schutz der Ozeane essenziell für die Stabilisierung des globalen Klimas sei. Zudem sichere die Ratifizierung Österreich einen Sitz am Verhandlungstisch künftiger Vertragsstaatenkonferenzen und stärke die heimische Forschungslandschaft, die im Bereich Meeresbiologie aktiv ist.
Kritik vonseiten der FPÖ: Einzig die Freiheitlichen stimmten gegen die Vorlage. Die FPÖ bezeichnete das Vorhaben als „Symbolpolitik“. Abgeordnete der Fraktion argumentierten, dass die Politik Prioritäten setzen und sich primär um Themen kümmern müsse, welche die Menschen in Österreich direkt betreffen, anstatt internationale Abkommen über weit entfernte Gewässer zu forcieren.