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Österreich gewinnt europäisches Zukunftsprojekt: BOKU und TU Wien leiten neuen Standort der Innovationseinheit EIT Water

21.11.2025

„Ein bedeutender Erfolg für Österreichs Wasserforschung“

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Wasser © kalhh pixabay.com
Das ALLWATERS-Konsortium mit maßgeblicher Beteiligung der BOKU University und der TU Wien hat sich beim Governing Board Meeting des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) in Budapest erfolgreich gegen vier konkurrierende europäische Bietergemeinschaften durchgesetzt. Das Konsortium erhielt den Zuschlag zur Einrichtung und Leitung der neuen Knowledge and Innovation Community (KIC) EIT Water, die Europas Herausforderungen im Wasser-, Marine- und Maritimbereich adressieren wird. Die Projektdauer beträgt insgesamt 14 Jahre (7 + 7 Jahre). 


Europaweite Initiative gegen Wasserknappheit, Degradation von Ökosystemen und für eine zirkuläre Wasserwirtschaft

EIT Water wird sich den dringendsten wasserbezogenen Herausforderungen Europas widmen – darunter Wasserknappheit, Dürren, Überschwemmungen, Degradation von Gewässerökosystemen sowie der Übergang zu einer zirkulären und blauen Wirtschaft. Das neue KIC wird unter dem Dach des EIT Spitzenforschung, Wirtschaft und Bildung vernetzen, um gemeinsam Innovationen zu fördern, die Gründung und das Wachstum von Start-ups und Spin-Offs zu beschleunigen und zukunftsorientierte Bildungsprogramme für Studierende und Fachkräfte zu entwickeln. 


BOKU baut gemeinsam mit TU Wien eines von acht europäischen Co-Location-Centern auf
 

Ein zentrales Element von EIT Water ist der Aufbau von acht Co-Location-Centers (CLCs) in Europa. Diese regionalen Innovationszentren stellen sicher, dass die wasserbezogenen Innovationsbedarfe und -aktivitäten der Regionen in der gesamteuropäischen Wasser-Strategie abgebildet werden. Neben Aarhus (Sitz des Headquarters), Berlin, Antwerpen, Málaga, Varna, Šibenik und Leeds wird auch Wien Standort eines solchen Zentrums sein – eines von nur zwei CLCs, die direkt an Universitäten angesiedelt sind.

Das CLC Vienna wird ab 2026 gemeinsam von der BOKU-University und der Technischen Universität Wien aufgebaut. Die interimistische Leitung für Wien übernimmt Christoph Hauer vom Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung der BOKU. Die BOKU ist zudem im European Steering Committee von ALLWATERS vertreten und spielt damit eine strategische Schlüsselrolle in der inhaltlichen Ausrichtung von EIT Water. 


Ein starker europäischer Impuls – getragen von Forschung, Bildung und Industrie

 

EIT Water folgt der EIT-KIC-Logik eines 3-Säulen-Modells, das Forschung, Wirtschaft und Bildung eng verzahnt. Über diesen kollaborativen Ansatz soll Europa die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen im Wassersektor besser meistern, seine wirtschaftliche Innovationskraft ausbauen und die globale Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich langfristig absichern. 2026 beginnt der formale Aufbau des Wiener Zentrums im Rahmen des Start-Up Grant Agreements. Ab 2027 wird das CLC seine volle Wirksamkeit in den Bereichen Forschung, Innovation, Unternehmensentwicklung und Ausbildung entfalten.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung: „EIT Water zeigt, wie kraftvoll Forschung, Bildung und Industrie wirken, wenn sie im Dienst des Gemeinwohls zusammenarbeiten. Von der Wasserknappheit bis zur Degradation unserer Ökosysteme: Die großen Fragen unserer Zeit lassen sich nur lösen, wenn wir wissenschaftliche Erkenntnis, praktische Fähigkeiten und verantwortungsvolle Umsetzung verbinden. Genau so entsteht ein Europa, das ökologische Verantwortung ernst nimmt und soziale Gerechtigkeit lebt. Mein herzlicher Glückwunsch gilt dem gesamten ALLWATERS-Team, der BOKU und der TU Wien. Ihr Einsatz zeigt, was öffentliche Institutionen im Zusammenspiel mit starken Partner*innen leisten.“

Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien: „Mit dem neuen Kompetenzzentrum von EIT Water wird Wien einmal mehr als europäischer Hotspot für Forschung, Innovation und nachhaltige Technologien sichtbar. Wasser ist ein Zukunftsthema von großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung – und Wien steht für internationale Zusammenarbeit, wenn es darum geht, Innovationen für ein souveränes und nachhaltiges Europa zu entwickeln. Das Co-Location-Center stärkt die Vernetzung, schafft neue Kooperationschancen und setzt wichtige Impulse für Startups und Unternehmen am Wirtschaftsstandort Wien.“ 


„Ein bedeutender Erfolg für Österreichs Wasserforschung“
 

„Die Beteiligung am erfolgreichen ALLWATERS-Konsortium und die Einrichtung eines Co-Location-Centers in Wien sind ein starkes Zeichen für die internationale Anerkennung der österreichischen Wasserforschung“, betont Christoph Hauer. „Mit EIT Water entsteht ein europäisches Netzwerk, das Innovationen beschleunigt, die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte stärkt und gemeinsame Lösungen für die großen Wasserherausforderungen unserer Zeit ermöglicht.“

„Durch das Co-Location-Center hat Österreich die Möglichkeit, in den Bereichen universitärer Forschung sowie außeruniversitärer Aus- und Weiterbildung im Wassersektor zukünftig eine führende Rolle in Europa einzunehmen. Durch eine starke Einbindung der im österreichischen Wassersektor tätigen Betriebe kann zudem ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der österreichischen Wirtschaft und Innovationskraft geleistet werden,“ ergänzt Norbert Kreuzinger von der TU-Wien.

Mehr Infos auf  eit.europa.eu/our-activities/call-for-eit-communities/eit-water


Quelle: BOKU

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