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Österreich erhält neues UNESCO-Zentrum für integrierte Flussforschung

18.11.2025

Das Zentrum entsteht am Wasserbaulabor der BOKU University in Wie und ist das erste solche weltweit.

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© Hardebeck Media auf Pixabay / Fluss
Wien - Im Rahmen der 43. Sitzung der UNESCO-Generalkonferenz in Samarkand (Usbekistan) haben am 8. November 2025 alle 194 Mitgliedsstaaten einstimmig die Gründung des neuen UNESCO Kategorie-II-Zentrums für integrierte Flussforschung und -management (IC-Rivers) beschlossen. Das Zentrum wird am Wasserbaulabor der BOKU University in Wien angesiedelt und ist das erste seiner Art weltweit.

Mit dem neuen Zentrum übernimmt Österreich eine internationale Vorreiterrolle in der Forschung zu großen Flusssystemen. IC-Rivers wird künftig globale Bewertungen von bis zu 300 der bedeutendsten Flüsse der Welt vornehmen, einheitliche wissenschaftliche Methoden entwickeln und nachhaltige Lösungsansätze für den Umgang mit Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Wassernutzung sowie Extremereignissen wie Hochwasser und Dürre erarbeiten. Ziel ist es, vergleichbare Daten und Empfehlungen bereitzustellen, die Regierungen, Behörden und internationale Organisationen bei zentralen Entscheidungen unterstützen. Auch für die österreichische Wirtschaft entstehen neue Anknüpfungspunkte in einem weltweit wachsenden Zukunftssektor.
 

Breite Unterstützung in Österreich

 

Drei Bundesministerien – das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) – sowie die Stadt Wien unterstützen IC-Rivers.

Barbara Weitgruber, Sektionschefin im BMFWF: „Die internationale Forschung zum Thema Wasser ist zentral, um Prozesse besser zu verstehen und Entscheidungsträger*innen bei nachhaltigen Lösungen zu unterstützen.“

Monika Mörth, Sektionschefin im BMLUK: „In Zeiten von Klimawandel und veränderten Landnutzungen ist nachhaltiges Flussmanagement essenziell – für Sicherheit, Umwelt und Wirtschaft.“

Regina Rusz, Sektionschefin im BMEIA: „Wir sind stolz, dass Wien als Schwerpunktstandort internationaler Organisationen zu Zukunfts- und Nachhaltigkeitsthemen gestärkt wird. Österreich setzt sich für gemeinsame Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen ein.“

Wissenschaftskoordinator der Stadt Wien Franz Oberndorfer: „Das neue Zentrum stärkt den UNO-Standort Wien und macht österreichische Expertise weltweit sichtbar.“

BOKU-Rektorin Eva Schulev-Steindl: „Wir sind stolz, IC-Rivers an der BOKU zu beherbergen und die Bedeutung der Wasserforschung international weiter auszubauen.“

Helmut Habersack, Leiter des Wasserbaulabors und künftiger Direktor von IC-Rivers: „IC-Rivers wird die nachhaltige Entwicklung von Flüssen global vorantreiben – basierend auf Österreichs starker Kompetenz in der Fließgewässerforschung.“

Aufgaben und Ziele von IC-Rivers

  • Die Weltinitiative für große Flüsse koordinieren und internationale Treffen organisieren,
  • regelmäßige globale Flusskonferenzen (nächste 2027 in Afrika) koordinieren,
  • Forschung und Flussmanagement enger verknüpfen und internationale Flusskommissionen vernetzen,
  • ein umfassendes Bewertungsprojekt für bis zu 300 große Flüsse durchführen und einen globalen Statusbericht erstellen,
  • ein Konzept für eine weltweite Beobachtungsstelle für große Flüsse entwickeln,
  • internationale Zusammenarbeit und Wissensaustausch fördern,
  • Lehrangebote, Workshops, Austauschprogramme und Informationsmaterialien bereitstellen, um Wissen über Flussforschung breit zugänglich zu machen.

Mit IC-Rivers wird Österreich zu einem global sichtbaren Zentrum wissenschaftlicher Exzellenz in der Flussforschung – und zu einem aktiven Gestalter einer nachhaltigen Zukunft für die großen Flüsse der Welt.

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