Österreich: Die APG, wohl mehr Problem als Lösung?
Die jüngste Pressaussendung der 100%–Verbund–AG–Tochter APG (Austrian Power Grid) ist eine weitere Nebelkerze in Sachen Stromversorgungssicherheit für Österreich. Und wurde etwas gekürzt u.a. auf orf.at präsentiert.
Anlass war diesmal der Stromimport nach Österreich im Monat August wegen geringer Niederschläge – in ganz Europa.
Üblicherweise liefern Wasserkraftwerke im Sommer viel und im Winter weniger Strom, diesmal eben nicht.
Der nunmehrige Import hat davon unabhängig zwei ganz zentrale, wetterunabhängige Gründe, die die APG geflissentlich unerwähnt lässt:
Seit Jahren hat erstens der nationale Stromverbrauch beinahe stetig und teils kräftig zugenommen.
Zweitens fristet die Photovoltaik (PV), der Sommerstromlieferant schlecht hin, ein Kümmerdasein in Österreich. Wohingegen Nachbarländer wie Italien (ca. Faktor 10 von Österreich) und Deutschland (ca. Faktor 6) die Solarstromproduktion kräftig ausgebaut haben und diesen Weg fortsetzen.
Zum Glück für die APG. Denn würden sich die österreichischen Haushalte und Firmen ihren Strom selbst lokal erzeugen, würden Relevanz und Einkünfte der Übertragungsnetzbetreiber mit ihren Stromautobahnen signifikant abnehmen.
Da sehe Gott vor und helfe, weil man sich ja als APG zuerst selbst hilft, mit eigennutzenmaximierenden Presseaussendungen. Den Menschen zu sicherem und presigünstigem Strom zu verhelfen, also energiewendedienlich zu handeln, wozu?
apg–oesterreich–wurde–im–august–zum–stomimporteur
Fritz Binder–Krieglstein
renewable.at
Anlass war diesmal der Stromimport nach Österreich im Monat August wegen geringer Niederschläge – in ganz Europa.
Üblicherweise liefern Wasserkraftwerke im Sommer viel und im Winter weniger Strom, diesmal eben nicht.
Der nunmehrige Import hat davon unabhängig zwei ganz zentrale, wetterunabhängige Gründe, die die APG geflissentlich unerwähnt lässt:
Seit Jahren hat erstens der nationale Stromverbrauch beinahe stetig und teils kräftig zugenommen.
Zweitens fristet die Photovoltaik (PV), der Sommerstromlieferant schlecht hin, ein Kümmerdasein in Österreich. Wohingegen Nachbarländer wie Italien (ca. Faktor 10 von Österreich) und Deutschland (ca. Faktor 6) die Solarstromproduktion kräftig ausgebaut haben und diesen Weg fortsetzen.
Zum Glück für die APG. Denn würden sich die österreichischen Haushalte und Firmen ihren Strom selbst lokal erzeugen, würden Relevanz und Einkünfte der Übertragungsnetzbetreiber mit ihren Stromautobahnen signifikant abnehmen.
Da sehe Gott vor und helfe, weil man sich ja als APG zuerst selbst hilft, mit eigennutzenmaximierenden Presseaussendungen. Den Menschen zu sicherem und presigünstigem Strom zu verhelfen, also energiewendedienlich zu handeln, wozu?
apg–oesterreich–wurde–im–august–zum–stomimporteur
Fritz Binder–Krieglstein
renewable.at
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