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Ölkrise als E-Auto-Turbo: Nachfrage explodiert um 41 % – Verbrenner brechen ein

28.03.2026

Die aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben den Automarkt in Österreich kräftig durchgerüttelt – mit klaren Gewinnern und Verlierern.

PolestarLadenElektroauto.jpg
Laden eines Polestar Elektroautos © Polestar

Laut Vergleichsdaten der Plattform AutoScout24 ist die Nachfrage nach Elektroautos seit dem Ausbruch des Iran-Konflikt sprunghaft um rund 41 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verlieren klassische Verbrenner massiv an Interesse: Diesel um 18 Prozent, Benziner um rund 7 Prozent.
 

Spritpreise als Wendepunkt 

Während das Interesse an E-Autos in den vergangenen Jahren stetig, aber moderat gewachsen ist, sorgt der jüngste Preisschock an den Tankstellen nun für eine regelrechte Trendwende. Steigende Kosten für Benzin und Diesel lassen viele Konsument:innen ihre Mobilitätsentscheidungen neu überdenken.

„Einen derart starken Anstieg haben wir bislang noch nicht erlebt“, erklärt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und hohen Spritpreisen wirke wie ein „Katalysator für die Elektromobilität“.
 

E-Auto klar im Vorteil 

Eine detaillierte Analyse zeigt: Der Nachfrageanstieg bei Elektroautos beträgt exakt 40,7 Prozent – und lässt sich eindeutig auf die aktuellen Entwicklungen zurückführen. Im selben Zeitraum sinkt das Interesse an Benzinern um 6,9 Prozent, bei Dieselfahrzeugen sogar um 17,8 Prozent.
 

Damit wird das Elektroauto zunehmend als kosteneffiziente und zukunftssichere Alternative wahrgenommen – vor allem in Zeiten unsicherer Energiepreise.
 

Umfrage bestätigt: 40 Prozent denken um 

Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact AG unter 525 Österreicher:innen untermauert diesen Trend:

  • 40 Prozent würden aufgrund der aktuellen Lage eher ein Elektroauto kaufen
  • 12 Prozent beschäftigen sich jetzt intensiver mit dem Thema
  • Besonders stark ist der Trend bei Frauen und jungen Menschen (18–29 Jahre)

Anders sieht es bei der älteren Generation aus: In der Gruppe 50plus sieht rund zwei Drittel keinen Anlass, vom Verbrennungsmotor abzurücken.
 

Mobilitätsverhalten im rapiden Wandel

Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie stark externe Faktoren das Verhalten beeinflussen. Steigende Kosten und Unsicherheiten beschleunigen Entwicklungen, die sich zuvor nur langsam abgezeichnet haben.

„Gerade jüngere Zielgruppen reagieren sensibler auf wirtschaftliche Veränderungen und sind offener für alternative Antriebe“, so Menches. Entscheidend für den weiteren Umstieg seien nun Information, Vertrauen und passende Anreize.

 
Die aktuelle Krise wirkt wie ein Beschleuniger für die Verkehrswende: Während Verbrenner an Attraktivität verlieren, erleben Elektroautos einen regelrechten Nachfrageboom. Ob dieser Trend anhält, hängt wesentlich davon ab, wie sich Energiepreise und geopolitische Lage weiterentwickeln – doch eines ist klar: Die Dynamik hat sich deutlich verschoben.
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28.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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