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Ökostrom ist billiger als Strom aus neuen kalorischen Kraftwerken

24.09.2004

Biomasseverband: Berechnungen der Technischen Universität Wien zeigen Vorteile des Ökostroms

ja © Biomasseverband - www.biomasseverband.at
ja © Biomasseverband - www.biomasseverband.at
Die E-Control legte im Juni 2004 einen Bericht über die Ökostromentwicklung in Österreich vor. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der Durchschnittspreis, der für Ökostrom im ersten Halbjahr 2004 bezahlt wurde, 5,74 Cent/kWh beträgt. Im Vergleich dazu zeigen Berechnungen der Technischen Universität Wien, dass Kosten der Stromerzeugung in traditionellen Gaskraftwerken mit 43 % Wirkungsgrad bei den bisherigen Gaspreisen bei 6,21 Cent und bei den im nächsten Jahr erwarteten Gaspreisen (2 Cent/kWh) bei 7,14 Cent liegen. Zu diesen Erzeugungskosten kommen dann noch die Kosten für den Ankauf von CO2-Zertifikaten, die ebenfalls in der Größenordnung von 1 Cent/kWh liegen dürften.

Ein Vergleich der Perspektiven betreffend die künftige Preisentwicklung fällt eindeutig zugunsten des Ökostroms aus.

Dank des technischen Fortschritts ist zu erwarten, dass Ökostrom aus Windanlagen und größeren Biomasseanlagen in Zukunft billiger wird. Andererseits ist als Folge der steigenden Rohstoffpreise für Öl und Gas damit zu rechnen, dass die Produktionskosten für Strom in kalorischen Kraftwerken in den nächsten Jahren weiter steigen.
Diese mittelfristigen Perspektiven müssen bei den Entscheidungen von heute beachtet werden. Sie sprechend eindeutig für den verstärkten Ausbau des Stroms aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Wind und Biomasse) und gegen Investitionen in kalorische Kraftwerke. Wenn die Preise bei Erdöl und Erdgas in den nächsten 10 Jahrenähnlich steigen wie in den vergangenen 10 Jahren, dann ist zu befürchten, dass solche neuen Kraftwerke, wenn sie dann endlich einmal in Betrieb gehen, den Strom wesentlich teurer erzeugen werden als Ökostromanlagen. Gerade diese Entwicklung wird durch dieÖkostromnovelle begünstigt.
Denn durch die Novelle soll die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen abgedreht und stattdessen die Elektrizitätswirtschaft in fossile Investitionen gedrängt werden. Wirtschaftlich und ökologisch ein schwerer Fehler! Groteskerweise wird diese Strategie gerade von der Industriellenvereinigung verlangt.
Es wird daher an die Entscheidungsträger appelliert, die Novelle zurückzuziehen und stattdessen das Ökostromgesetz 2002 konstruktiv weiterzuentwickeln.
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0202 2004-09-24/13:18

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24.09.2004 | Autor*in: litschauer
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