ÖGUT-Umweltpreise 2025: Elf Projekte und Initiativen für eine nachhaltige Zukunft ausgezeichnet
Wien - Am 18. November 2025 verlieh die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) zum 38. Mal ihre Umweltpreise. Aus 252 Einreichungen wurden 27 Projekte nominiert und schließlich elf Preisträger:innen gekürt. Insgesamt flossen 40.000 Euro an Preisgeldern. Bundespräsident Alexander van der Bellen und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig würdigten in Videobotschaften das Engagement der ÖGUT und der zahlreichen Initiativen, die einen wichtigen Beitrag zu einer klimafitten Zukunft leisten.
Mit Unterstützung des BMIMI wurden zwei Frauen ausgezeichnet, die in der Umwelttechnik neue Wege aufzeigen.
Daniela Wipp (Junior-Kategorie) überzeugte mit innovativen Forschungsansätzen an der Schnittstelle von Technik und Nachhaltigkeit.
Theresa Kohl (Senior-Kategorie) wurde für ihre langjährige Arbeit an nachhaltigen technischen Lösungen geehrt.
Bundesminister Peter Hanke lobte die Vorbildwirkung der Kategorie, die heuer 32 Einreichungen verzeichnete.
Städte und Gemeinden spielen beim Erreichen der österreichischen Klimaziele eine Schlüsselrolle.
In der Kategorie „Klimaneutrale Stadt“ gewann DiLT Analytics FlexCo gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft für „FaciliMind“, eine KI-basierte Optimierung für Gebäudebetrieb, die Energieeffizienz und Klimaschutz konkret voranbringt.
Den Preis „Nachhaltige Kommune“ erhielt die Stadt Lienz gemeinsam mit dem AIT für ihren umfassenden Transformationspfad zur Klimaneutralität – ein Modellprojekt, das weit über Tirol hinaus Strahlkraft hat.
Beteiligung gilt als Kernstück nachhaltiger Entwicklung.
In der Kategorie Top-down-Partizipation wurde das Amt der Vorarlberger Landesregierung ausgezeichnet: Der „Schüler*innen-Haushalt Vorarlberg“ ermöglicht jungen Menschen Mitsprache über Budgetmittel und macht demokratische Prozesse erlebbar.
In der Bottom-up-Kategorie gewann der MILA Mitmach-Supermarkt, Wiens erster solidarischer Supermarkt, der die Bewohner:innen selbst zu aktiven Gestalter:innen einer sozialen und ökologischen Nahversorgung macht.
Zwei Kategorien widmeten sich der Transformation linearer Wertschöpfungsketten.
Im Bereich „Mit FTI zur Kreislaufwirtschaft“ siegte das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (AIT) mit „RecAL“, einem Forschungserfolg, der hochwertiges Aluminium-Recycling ermöglicht und Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren kann.
In der Kategorie „Unternehmen am Weg zur Kreislaufwirtschaft“ ausgezeichnet wurde Rhomberg Bau für das Projekt „Das Ende der Deponie“, das zeigt, wie Baumaterialien künftig vollständig im Kreislauf geführt werden können.
Der Verein EEG SmartCity Baumgarten erhielt den Preis für „SmartCity Baumgarten – Mission possible“, ein Modellprojekt, das erneuerbare Energiesysteme für ein urbanes Quartier intelligent vernetzt und fossile Energieträger Schritt für Schritt ersetzt.
In Kooperation mit den Nachhaltigkeitsmagazinen BUSINESSART und LEBENSART wurdenzusätzliche Sonderpreise vergeben:
BUSINESSART prämierte Ried im Innkreis für den Stadtentwicklungsprozess „zukunftRIED“.
LEBENSART ehrte die Stadt Wien (MA 25) für „GB*Nachbarschatz – Budget für deine Idee“, das Bürger:innen ermöglicht, eigene Projekte für ihre Grätzl umzusetzen.
Der Publikumspreis ging an KiGRa – den Kindergemeinderat der Landentwicklung Steiermark, der Kinder aktiv in kommunale Entscheidungsprozesse einbindet.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die ÖGUT-Nachhaltigkeitszertifikate für betriebliche Vorsorgekassen vergeben: sieben Mal Gold und einmal Silber für besondere Leistungen in nachhaltiger Veranlagung. Der Jahresempfang selbst wurde als ÖKOEventPlus durchgeführt. Die entstandenen Emissionen von 2.720 kg CO₂ werden durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt kompensiert, kombiniert mit Baumpflanzungen in Österreich.