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Obrist Group liefert mit PFAS- und F-Gas-Alternativen

11.12.2024

Natürliche Kältemittel statt der gesundheitsschädlichen Ewigkeitschemikalien im Auto

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Klimanlage © Image Creator & oekonews

Lindau/Deutschland & Lustenau/Austria – Per- und Polyfluoralkyl­substanzen, kurz PFAS, gelten als hochgefährlich und die Europäische Union bereitet ein Verbot dieser giftigen Chemikalien vor. Zur PFAS-Gruppe gehören auch sogenannte F-Gase wie etwa Fluorkohlenwasserstoffe, die beinahe überall eingesetzt werden, wo es um Kühlung geht – von Gefrierschränken bis Klimaanlagen. Die F-Gase gelten als ausgesprochen klima-schädlich. Im Automobilsektor kommen sie vor allem in Form des Kältemittels R1234yf (Tetrafluorpropen) in Klimaanlagen zum Einsatz und jedes Jahr gelangen durch unvermeid­liche Leckagen tausende Tonnen in die Umwelt.
 

Die deutsch-österreichische Industriegruppe Obrist Group hat eine umweltfreundliche Alternative entwickelt. Dadurch können die Klimaanlagen etwa in Kraftfahrzeugen mit natürlichen Kältemitteln wie R744 (CO2) und R290 (Propan) betrieben werden, völlig ohne PFAS oder F-Gase, teilt die Obrist Group mit. Die patentierte Technologie steht schon länger serienreif zur Lizen­sierung zur Verfügung, wendet sich das Unternehmen an Automobil­hersteller und die Zuliefer­­branche.

Als Referenz verweist die Obrist Group beispielhaft auf Mercedes; dem Autohersteller gelang bereits 2016 mit der Technologie und der Unterstützung von Obrist in der S‑Klasse die erste Serienumsetzung mit dem PFAS-freien Kältemittel R744. Auch in vielen Fahrzeugen anderer Automobilhersteller kommt R744 einschließlich Know-how von Obrist zum Einsatz, teilt die deutsch-österreichische Industriegruppe mit. Thorsten Rixmann, Chief Marketing Officer der Obrist Group betont: „Unsere nachhaltige, umweltfreundliche und PFAS- und F-Gas-freie Technologie funktioniert nicht nur bei Klimaanlagen in Fahrzeugen, sondern genauso gut auch bei stationären Klima- und Wärmepumpen.“
 

Gesundheitsgefährdende PFAS verseuchen die Umwelt überall

PFAS umfassen eine große Gruppe von Industriechemikalien, die sowohl vollständig (perfluoriert) als auch teilweise (polyfluoriert) Wasserstoffatome durch Fluoratome ersetzen. Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie chemisch und thermisch sehr stabil und heißen deshalb auch „Ewigkeitschemikalien“. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften sind sie seit langem in der Industrie und im Haushalt weit verbreitet, von Kosmetika über Koch­geschirr und Textilien bis hin zur Halbleiter- und eben auch Automobilproduktion. Das Fatale: Ausgerechnet die äußerst langlebigen („ewigen“) PFAS-Chemikalien stehen im dringenden Verdacht, die Gesundheit des Menschen massiv zu beeinträchtigen: Leberschäden, Schild­drüsen­erkrankungen, Fettleibigkeit, Fruchtbarkeitsstörungen und Krebs gehören zu den Aus­wirkungen. Noch fataler: Weil die über 16.000 verschiedenen PFAS-Verbindungen in so vielen Produkten enthalten sind, haben sie längst ihren Weg überall in die Umwelt gefunden, etwa durch die Freisetzung in die Luft, das Waschen behandelter Textilien oder die Verwendung kontaminierter Klärschlämme als Dünger.

Jedes Auto verliert PFAS-Chemikalien

Das gilt auch für den Automobilsektor. Jeder Wagen verliert jährlich zwischen 20 und 30 Gramm an PFAS-Chemikalien, hochgerechnet sind das tausende Tonnen jährlich. Wird das in Fahrzeugklimaanlagen häufig verwendete Kältemittel R1234yf (Tetrafluorpropen) abgebaut, entsteht dabei die „Ewigkeitschemikalie“ Trifluoressigsäure, die sich nach und nach in Gewässern anreichert und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Natur noch nicht ausreichend bekannt sind. Laut Deutschem Bundesumweltamt wurden im Jahr 2020 allein in Deutschland etwa 800 Tonnen R1234fy aus Autoklimaanlagen freigesetzt. Die jährlichen Emissionen von PFAS in der EU, die auf Kältemittel zurückzuführen sind, werden auf rund 75.000 Tonnen geschätzt, heißt es in einem Bericht der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) aus dem Jahr 2023.

 

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