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Oberösterreich: "Gesunde Ernährung und Ernährungbewusstsein muss schon bei Kindern ansetzen"

06.05.2005

Erhebung bei 700 oberösterreichischen Kindergärten bringt überraschende Ergebnisse

Ziel des vom oberösterreichischen Landesrat Stockinger ins Leben gerufenen "Netzwerks Ernährung" ist das Heben des Ernährungsbewusstseins und die Bündelung aller Initiativen vor allem auch bei Schulen und Kindergartenküchen. Eine Umfrage bei 700 oberösterreichischen . Kindergärten brachte teilweise überraschende Ergebnisse. Die hohe Rücklaufquote von 65,4 Prozent zeigt die Aktualität des Themas.
Derzeit wird von etwa vier Fünftel der Kindergärten ein Mittagessen angeboten, wobei nur ein Fünftel der Betriebe das Essen von der hauseigenen Küche beziehen. Großküchen und Gemeinschaftsverpflegung bestimmen somit den Speiseplan.
Die angebotenen Speisen werden großteils als kindergerecht und abwechslungsreich beurteilt. Jedoch fällt auf, dass in über einem Drittel der Kindergärten keine fettarmen Gerichte angeboten werden. Betrachtet man die Aufteilung der Speisen in Obst, Gemüse und Fleisch fällt auf, dass die Versorgung mit Obst und Gemüse gut ist. In 17 % aller Kindergärten werden täglich Fleischspeisen verabreicht.
Die Möglichkeit der Mitsprache bzw. Mitwirkung der Kindergartenverantwortlichen an der Speiseplan– und Mittagessenerstellung wird als zu gering erachtet. Ein Mitspracherecht bei der Auswahl gesunder Lebensmittel gibt es in fast 80 % der Fälle nicht.
Landesrat Stockinger will hier Änderungen herbeiführen: "Mit den Aktivitäten zur gesundheitsbewussten Ernährung in Schulen und Kindergärten wollen wir den Mittagstisch und die Schuljause ausgewogen, gesundheitsbewusst und kindgerecht gestalten. Der bewusste Einkauf von Lebensmitteln aus der Region und die saisonale Ernährung soll in den Schulküchen beachtet werden."
"Unsere Kinder sollen wissen wie natürliches Joghurt mit frischen Früchten schmeckt und nicht auf verfälschte Einheitsaromen hindressiert werden, kritisiert Stockinger auch die jüngsten Aktivitäten multinationaler Fast–Food–Ketten in Schulen und Kindergärten.
Quelle: OÖ. Landeskorrespondenz
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06.05.2005 | Autor*in: holler
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