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NÖM–Milch wird gentechnikfrei

29.07.2005

Österreichs zweitgrößte Molkerei, die NÖM AG, bietet gentechnikfreie Milch im Lebensmittelhandel an

Die gesamte Frischmilch der Marke NÖM wird, beginnend mit der letzten Juli–Woche, gentechnikfrei laut Definition des Österreichischen Lebensmittelkodex im Handel angeboten. Sie soll auch explizit auch als „gentechnikfrei„ gekennzeichnet werden.

GVO–freie Fütterung verpflichtend

Die 4.700 Milchbauern der Milchgenossenschaft Niederösterreich, die die NÖM beliefern, haben eine Verpflichtungserklärung unterschrieben, wonach keine GVO–Soja verfüttert werden darf. Verfüttert werden dürfen demnach nur Futtermittel, die sich auf einer entsprechenden Futtermittelliste finden.
Die Milchbauern sollen dabei nicht durch höhere Produktionskosten belastet werden. Die Mehrkosten, bedingt durch die notwendige Gentechnikfreiheit beim Sojaeinkauf, wird die NÖM tragen, ebenso die Prüf– und Kontrollkosten.
Am Mehrerlös, den die NÖM dem Vernehmen nach für die gentechnikfreie Milch vom Lebensmittelhandel erhält, werden auch die Milchbauern beteiligt. Sie erhalten ab dem Zeitpunkt, ab dem die Milch in die Packungen fließt, 0,5 Cent netto zusätzlich ausbezahlt, die nicht in den Durchschnittspreis eingerechnet werden.
Mit der garantierten Gentechnikfreiheit bei der Frischmilch will sich die NÖM von europäischen Mitbewerbern abheben, gleichzeitig erwartet man sich die Möglichkeit einer Wertsteigerung für die Bauernschaft.

AMA–Gentechnikstudie Anfang September

Während die NÖM nun bei Frischmilch den Schritt hin zur GVO–Freiheit setzt, lässt die Studie zur gentechnikfreien Fütterung als generelles Kriterium für das AMA–Gütesiegel noch auf sich warten. Untersucht wird dabei, wie die am Weltmarkt verfügbare GVO–freie Soja zu den Bauern gebracht werden könnte, welche Mehrkosten daraus entstehen und ob diese von den Abnehmern getragen werden. Die Studie wird Anfang September vorliegen.
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29.07.2005 | Autor*in: stevanov
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