Niederlande: Kraftstoffstrafe verteuert Firmenwagen mit Verbrennungsmotor massiv
Den Haag - Die niederländische Regierung verschärft ihren Kurs in Richtung Elektromobilität. Ab 1. Jänner 2027 wird das Leasing von Benzin-, Diesel- und Hybridfahrzeugen für Unternehmen deutlich teurer. Eine neue sogenannte „Kraftstoffstrafe“ soll Arbeitgeber dazu bewegen, verstärkt auf Elektroautos umzusteigen.
Für neu abgeschlossene Leasingverträge müssen Unternehmen künftig monatlich ein Prozent des offiziellen Fahrzeugneupreises an den Staat abführen. Bei einem Auto im Wert von 35.000 Euro entspricht das zusätzlichen Kosten von 350 Euro pro Monat. Die Abgabe darf nicht an Beschäftigte weitergegeben werden.
Die niederländische Leasingbranche warnt vor erheblichen Mehrkosten für Unternehmen. Gleichzeitig zeigt sich bereits ein Lenkungseffekt: Laut dem Leasinganbieter Athlon stieg der Anteil von Elektrofahrzeugen bei kleineren Unternehmen nach Ankündigung der Maßnahme von 41 auf 51 Prozent. Bei Großunternehmen liegt der Elektroanteil bei den Neubestellungen bereits bei 90 Prozent.
Ab September 2030 wird die Abgabe auch auf ältere Leasingverträge ausgeweitet. Unternehmen, die heute noch langfristige Leasingverträge für Verbrenner abschließen, könnten daher später ebenfalls von der Strafzahlung betroffen sein.