"Neues Volksblatt" Kommentar: "Ballon" von Werner Rohrhofer
Die Strategie ist auch vom umstrittenen südböhmischen Atomkraftwerk Temelin bekannt: Eine mehr oder minder "prominente" Stimme meldet sich mit einem provokanten Vorschlag wie etwa den Plänen für weitere Reaktoren. Was folgt, sind Proteste und Reaktionen sowie die "offizielle" Erklärung, es handle sich entweder um ein Missverständnis oder um eine "Einzelmeinung". So auch jetzt im Fall der slowakischen Atomkraftwerke Bohunice und Mochovce. Ersteres werde vielleicht doch nicht stillgelegt, bei Letzterem werde es auch die Reaktorblöcke 3 und 4 geben, so der slowakische Wirtschaftsminister. Proteste waren die Folge. Und dann kam der erwartete Verweis auf die "persönliche" Meinung des Ministers. Die Absicht, die hinter dieser Strategie steht, ist klar: Ein verbaler "Versuchsballon" soll gestartet werden, um die Stimmung auszuloten und zu erkunden, wo die Grenzen des Machbaren in der Atompolitik liegen. Dabei sollten die Verfechter dieser Strategie allerdings eines nicht übersehen: Versuchsballons sind keine vertrauensbildende Maßnahme unter EU-Partnern.
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OTS0251 2004-05-25/18:36
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