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Neues Bioethanol–Werk für Niederösterreich

10.09.2006

Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2007 geplant

In der Vorwoche wurde der Grundstein für das neue Bioethanol–Werk der Agrana in Pischelsdorf, Niederösterreich, gelegt. Insgesamt werden 125 Mio. EUR in den Standort investiert. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2007 geplant. Am Standort Pischelsdorf sollen bis zu 240.000 m3 Bioethanol p.a. erzeugt werden, das schwerpunktmäßig als Benzin–Beimischung in Österreich eingesetzt werden wird. 60 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. An der AGRANA Bioethanol GmbH sind zu 75% AGRANA und zu 25% Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH beteiligt. Durch die EU–Biotreibstoffrichtlinie wird die Nachfrage nach Biokraftstoffen und damit die Beimischung von Bioethanol zum Benzin in Europa in den nächsten Jahren kräftig steigen. AGRANA wird mit dieser Bioethanol–Produktionsstätte in Österreich, aber auch durch den Ausbau der Bioethanolproduktion in ihrer ungarischen Tochter Hungrana dieses Absatz–Potenzial optimal nutzen. "Der Bau des Werkes Pischelsdorf ist eine der größten Einzelinvestitionen der AGRANA in den letzten Jahren. Der Einstieg in das Geschäftsfeld erneuerbare Energieträger ist für AGRANA ein logischer Schritt, denn wir können damit unser umfassendes Know–how bei agrarischen Rohstoffen mit der technologischen Erfahrung eines großen Industrieunternehmens kombinieren", erläutert Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der AGRANA. Bioethanol ist somit auch ein wichtiger Teil der Wachstumsstrategie der AGRANA. "Zudem leistet Bioethanol einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung derösterreichischen CO2–Bilanz." so Marihart. Für die Bioethanol–Produktion in Pischelsdorf werden vor allem Weizen, aber auch Mais und Zuckerrüben–Dicksaft verwendet. Der Rohstoffbedarf sichert zahlreiche Arbeitsplätze in derösterreichischen Landwirtschaft langfristig ab. Darüber hinaus werden am Standort Pischelsdorf auch bis zu 170.000 Tonnen wertvolles Eiweißfuttermittel p.a. erzeugt. Dieses fällt als Nebenprodukt der Bioethanol–Produktion an und kann künftig Österreichs Futtermittelimporte auf Sojabasis teilweise ersetzen.
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10.09.2006 | Autor*in: holler
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