Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
20260608 oekonews Banner

Neuer Bericht: Öl und Gas bringen absolut keine nachhaltige Entwicklung für Afrika

11.05.2026

Trotz hoher Exporterlöse aus fossilen Brennstoffen bleiben Staaten arm. Zugang zu Energie vor Ort verbessert sich nicht

pexels-antonh-KohlekraftwerkFossileEnergie.jpg
© Anton H. pexels.com /Kohlekraftwerk

Nairobi – Ein neuer Bericht von Oil Change International und Power Shift Africa kommt zu einem klaren Ergebnis: Die jahrzehntelange Förderung von Öl und Gas hat in afrikanischen Förderländern keine breite wirtschaftliche Entwicklung gebracht – sondern vor allem Abhängigkeiten, Ungleichheit und Krisenanfälligkeit verstärkt.

 

Der Bericht mit dem Titel „Pipe Dreams: How Oil and Gas Fail to Deliver Economic Development in Africa“ analysiert Daten aus 13 afrikanischen Ländern. Das Fazit: Trotz hoher Exporterlöse aus fossilen Brennstoffen bleiben viele Staaten arm, während große Teile der Bevölkerung weiterhin keinen Zugang zu Strom oder sauberer Energie haben. 
 

Gewinne für Konzerne, Risiken für viele 

Laut der Studie profitieren vor allem multinationale Konzerne und kleine politische Eliten von der Öl- und Gasförderung. Gleichzeitig leiden andere Wirtschaftsbereiche – etwa die Landwirtschaft – unter Umweltbelastungen und fehlenden Investitionen. Auch die Schaffung von Arbeitsplätzen bleibe im fossilen Sektor vergleichsweise gering.
 

Ein zentrales Problem ist zudem die starke Abhängigkeit von globalen Energiemärkten. Konflikte und geopolitische Spannungen führen immer wieder zu Preisschocks, die die Länder besonders hart treffen. Trotz eigener Produktion sind viele Staaten weiterhin auf teure Energieimporte angewiesen.
 

Risiko von Fehlinvestitionen 

Der Bericht warnt außerdem vor neuen Öl- und Gasprojekten. Da die weltweite Nachfrage nach fossilen Energien langfristig sinken dürfte, könnten heutige Investitionen zu sogenannten „stranded assets“ werden – also teuren Anlagen ohne wirtschaftlichen Nutzen. Das würde Staaten zusätzlich verschulden und zukünftige Einnahmen gefährden. 
 

Erneuerbare Energien als klare Alternative

Als Gegenmodell sehen die Autorinnen und Autoren den Ausbau erneuerbarer Energien. Solar-, Wind-  und dezentrale Energiesysteme könnten nicht nur den Zugang zu Strom verbessern, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken.
 

Deutliche Kritik an fossilem Entwicklungsmodell 

Thuli Makama von Oil Change International fasst die Kritik deutlich zusammen: Öl und Gas hätten Afrika nicht entwickelt, sondern Reichtum konzentriert und Krisen verschärft. Der aktuelle Energiepreisschock zeige erneut die Instabilität dieses Systems.

Auch Mohamed Adow von Power Shift Africa warnt vor einer Fortsetzung des fossilen Pfads: Statt Wohlstand entstünden neue Abhängigkeiten und Schulden. Die eigentliche Chance liege in erneuerbaren Energien aus afrikanischer Produktion.

 

Der Bericht erscheint kurz vor dem Afrika-Frankreich-Gipfel in Nairobi, bei dem über künftige Energieinvestitionen beraten wird. Er stellt die Grundsatzfrage, ob Afrika weiter auf fossile Exportmodelle setzen oder stärker in dezentrale erneuerbare Energien investieren sollte – mit weitreichenden Folgen für Entwicklung, Energiezugang und wirtschaftliche Stabilität. Die Antwort ist eigentlich klar.

Links

  • New Report: Oil and Gas Fail to Deliver Development in Africa
  • Drucken
  • Empfehlen
11.05.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

IEA-Bericht: Österreich muss bei Energiewende deutlich schneller werden

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Puerto Rico riskiert teuren Ausbau fossiler Kraftwerke

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 16. Juni 2026, 69.405 Artikel Online

Weitere Themen

  • ÖWG Solar Heaven: Erste Bürgerenergiegemeinschaft im gemeinnützigen Wohnbau startet durch
  • 40 Jahre Urananreicherungsanlage Gronau: Umweltverbände fordern sofortige Stilllegung
  • Geplante LNG-Anlegestelle in Brunsbüttel gefährdet Menschen und Umwelt: Deutsche Umwelthilfe leitet rechtliche Schritte ein
  • Abhängigkeit von Öl und Gas: Budgetrede liefert richtige Diagnose, aber schwache Therapie
  • Energiebranche drängt auf Beschluss des EABG: „Energiezukunft jetzt sichern“
  • Nationalrat beschließt  Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz
  • Doppelbudget: Geringe Fortschritte für Wärmewende, trotz Bekenntnis zur Schlüsselrolle für Wohlstand
  • Schneider Electric: „Trägheit ist Europas größtes Energierisiko”
  • AKW-Laufzeiten bis zu 80 Jahre: Der Schweizer Bundesrat setzt auf ein riskantes Szenario
  • Greenpeace protestiert gegen mögliche Rückkehr zur Atomkraft in der Schweiz
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.230 Artikel | Seite 1 von 1.323

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
pexels-antonh-KohlekraftwerkFossileEnergie.jpg

© Anton H. pexels.com /Kohlekraftwerk