Neue Studie: Tierschutzunterricht verbessert Einstellung von Kindern zu Tieren
Die Psychologin Milla Ischia untersuchte erstmals im deutschsprachigen Raum, wie sich der Tierschutzunterricht des VGT auf die Einstellung von Kindern gegenüber nichtmenschlichen Tieren auswirkt und welche Vorstellungen sie über tierliches Bewusstsein haben.
An der Untersuchung nahmen 196 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren teil. Die Experimentalgruppe besuchte einen rund 100-minütigen Workshop, geleitet von einer speziell geschulten VGT-Tierschutzlehrkraft. Darin erhielten die Kinder altersgerecht aufbereitetes Wissen über Bedürfnisse und Lebensweisen verschiedener Tiere – von Hühnern und Schweinen bis zu Wildtieren und Zirkustieren. Vor und nach dem Workshop füllten sie standardisierte Fragebögen aus; eine Kontrollgruppe ohne Workshop absolvierte dieselben Befragungen im gleichen zeitlichen Abstand.
Das Ergebnis: Kinder der Workshop-Gruppe zeigten danach eine deutlich positivere Einstellung gegenüber Tieren, besonders jene ohne eigenes Haustier. Die Überzeugung, dass Tiere ein Bewusstsein haben, stieg in beiden Gruppen – dieser Effekt lässt sich laut Studie daher nicht eindeutig auf den Workshop zurückführen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gezielte Tierschutzbildung einen wichtigen Beitrag zu einer empathischeren Mensch-Tier-Beziehung leisten kann. Künftige Forschung soll klären, ob langfristige oder wiederholte Unterrichtseinheiten die Wirkung weiter verstärken.
VGT-Tierschutzlehrerin Astrid Kienpointner, die den Workshop leitete, zeigt sich ermutigt:
„Die Ergebnisse der Studie bestärken mich darin, den Tierschutzunterricht mit aller Kraft fortzusetzen. Dass Kinder ein großes Herz für Tiere haben und in Sachen Tierschutz sehr schnell dazulernen, erlebe ich Tag für Tag. Dies wissenschaftlich bestätigt zu sehen, gibt Anlass zur Hoffnung.“
Quelle: Milla Susanna Ischia (2025): Wie Tierschutzinterventionen das Bewusstsein von Kindern beeinflussen. Masterarbeit, Universität Innsbruck.