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Neue Studie: Gen–Mais kann Schmetterlinge gefährden

14.12.2004

Greenpeace fordert europaweites Anbauverbot

Einer neuen Langzeitstudie zufolge können die genmanipulierten Maissorten MON810 und Bt11 Schmetterlinge gefährden. MON810 der Firma Monsanto ist in der EU bereits zugelassen, für Bt11 von Syngenta steht die Zulassung an. Die Forscher der Universität Maryland fanden heraus, dass sich über 20 Prozent der Raupen des geschützten Monarchfalters nicht zu Schmetterlingen entwickelten, nachdem sie Gen–Mais–Pollen gefressen hatten. Die erste Langzeituntersuchung der beiden Gen–Maissorten wurde über zwei Jahre unter Praxisbedingungen in den USA durchgeführt. Der Monarchfalter kommt in Europa nicht vor, doch fehlen ähnliche Langzeituntersuchungen für heimische Arten. Greenpeace fordert die Mitgliedsstaaten auf, sowohl den Anbau von MON810 als auch die anstehende Zulassung für Bt11 zu stoppen. EU–Staaten können den Anbau nachträglich verbieten, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Gefährdungen vorliegen.
"Die neue Studie belegt, dass die Wirkung von Genmanipulation unkalkulierbar ist und man den Untersuchungen der Gen–Konzerne nicht trauen kann", sagt Christoph Then, Gentechnik–Experte von Greenpeace. "Die europäischen Staaten müssen angesichts dieser Ungewissheit jetzt handeln. Der Anbau der verdächtigen Gen–Maissorten muss gestoppt werden."
(gekürzt)

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14.12.2004 | Autor*in: pawek
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