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Nationalpark-Vision für den Kampwald: Naturjuwel könnte Österreichs siebenter Nationalpark werden

09.08.2025

Exkursion von Land, Bund und Ministern zeigt Potenzial für Schutz und sanften Tourismus

Exkursion Kampwald 2 NLK Pfeiffer.jpg
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Finanzminister Markus Marterbauer, Umweltminister Norbert Totschnig und Landesrat Ludwig Schleritzko. © NLK Pfeiffer

St. Pölten – Der Kampwald im nördlichen Kamptal gilt schon heute als Naturjuwel: urtümliche Wälder, klare Seen, bäuerliche Direktvermarktung und sanfter Tourismus prägen die Region. Nun könnte das Gebiet in Zukunft noch stärker geschützt werden – als dritter Nationalpark in Niederösterreich und siebenter in ganz Österreich.

Bei einer gemeinsamen Exkursion informierten sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesrat Ludwig Schleritzko gemeinsam mit Finanzminister Markus Marterbauer und Umweltminister Norbert Totschnig über die einzigartige Landschaft und deren Zukunftsperspektiven.
 

Sieben Millionen Euro für den ersten Schritt

Das Land Niederösterreich und die Bundesregierung haben ein Regionalentwicklungsprojekt gestartet, das den Schutz der Natur mit wirtschaftlicher Stärkung der Region verbinden soll. Aus dem Biodiversitätsfonds des Landwirtschaftsministeriums fließen zunächst sieben Millionen Euro. Damit werden unter anderem Kartierungen und Managementpläne erstellt sowie das Dobratal, Herzstück des künftigen Nationalparks, gesichert.

Die Pläne sehen vor, auf bestehende Infrastruktur wie die Freizeitanlagen an den Kampseen oder Sehenswürdigkeiten wie die Ruine Dobra und Schloss Ottenstein aufzubauen. Tourismusfachleute erwarten schon in der Anfangsphase über 20.000 zusätzliche Besucherinnen und Besucher pro Jahr.
 

Schutz und Wertschöpfung im Einklang

Finanzminister Markus Marterbauer betonte: „Intakte Natur wie der Kampwald ist eine Art von Reichtum, den wir unbedingt bewahren müssen. Klima- und Naturschutz ist eine unverzichtbare Notwendigkeit – auch aus Sicht des Finanzministers. Im Moment sind die budgetären Spielräume sehr eng, wir müssen sparen. Wenn wir die EU-Klimaziele verfehlen, müssen wir teure Emissionszertifikate kaufen, wodurch das Budget wiederum weiter belastet wird. Der Nationalpark ist aber ein mittel- und längerfristiges Projekt und wir werden uns der Umsetzung Schritt für Schritt nähern.“

Umweltminister Norbert Totschnig hob die doppelte Zielsetzung hervor:  „Der Kampwald ist ein Naturjuwel und soll der siebente Nationalpark Österreichs werden. Damit wird die Natur nicht nur geschützt, sondern auch erlebbar gemacht. Es freut mich besonders, dass mit einem Projekt aus meinem Ressort der Natur- und Umweltschutz in der Region gefördert wird und wir bereits den Grundstein für die mögliche Schaffung eines neuen Nationalparks in Österreich legen konnten. Ein paar Fragen sind noch zu klären, aber das Potenzial ist da, davon konnten wir uns gemeinsam überzeugen. Die Weiterentwicklung und Stärkung unserer Nationalparks, als einzigartige Naturjuwele in Österreich, ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen.“
 

LH-Stv. Pernkopf sieht darin ein Signal für die Region:  „Wir wollen die Schöpfung erhalten und die Wertschöpfung erhöhen, ein Leuchtturm für die Region und für die Natur gleichermaßen. Dass Finanzminister Marterbauer und Umweltminister Totschnig gemeinsam in den Kampwald kommen und diese einzigartige Region besuchen, zeugt vom hohen Interesse für einen siebenten österreichischen Nationalpark“,

Landesrat Schleritzko, der die Idee eines Nationalparks ins Spiel brachte, betont die breite Unterstützung: „Land, Region und Bund ziehen an einem Strang. So können wir Naturjuwele sichern und durch sanften Tourismus neue Impulse setzen.“
 

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