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Nahostkrieg lässt Energiepreise steigen: Radikaler Ausbau erneuerbarer Energien als klare Lösung!

06.03.2026

Der Krieg im Nahen Osten treibt die internationalen Öl- und Gaspreise in die Höhe – mit spürbaren Folgen auch für Österreich. Notwendig sind Gesetzesreformen für raschen Ausstieg aus fossiler Abhängigkeit um Österreich resilienter zu machen.

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© Archiv

Eine unkonventionelle Allianz, und zwar die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die Wirtschaftswissenschafterin Sigrid Stagl und der Dachverband Erneuerbare Energien Österreich (EEÖ) sehen darin einen weiteren Beweis für die Risiken der fossilen Abhängigkeit. Sie fordern daher einen sofortigen politischen Kraftakt, um den Ausbau erneuerbarer Energien massiv zu beschleunigen und Österreich widerstandsfähiger gegenüber internationalen Krisen zu machen.
 

Nach Ansicht des Bündnisses fehlen in Österreich weiterhin zentrale gesetzliche Grundlagen, um den Ausbau von Wind-, Solar- und anderen erneuerbaren Energiequellen raschest voranzubringen. Notwendig seien beschleunigte Genehmigungsverfahren, verbindliche Ausbauziele und ausreichend ausgewiesene Flächen für neue Projekte. Ohne diese Reformen drohten Haushalte und Betriebe weiterhin die Kosten internationaler Energiekrisen tragen zu müssen.

„Jeder neue Krieg zeigt, wie brandgefährlich unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist“, sagt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace Österreich. Solange Österreich fossile Energie importiere, finanziere das Land indirekt autoritäre Systeme und deren Kriegswirtschaft – und setze sich zugleich massiven Preisschwankungen aus. „Die Antwort kann nur heißen: Raus aus Öl und Gas – und zwar mit voller Kraft.“

Duregger fordert unter anderem deutlich höhere Fördermittel für Gebäudesanierungen und den Austausch fossiler Heizkessel. Zudem brauche es einen klaren nationalen Fahrplan für den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf erneuerbare Heizsysteme.

Auch der Dachverband Erneuerbare Energien Österreich sieht dringenden politischen Handlungsbedarf. Geschäftsführerin Martina Prechtl-Grundnig bezeichnet die aktuelle Preisentwicklung als „weiteren Weckruf“. Österreich verfüge über großes Potenzial bei Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie – sowohl für die Strom- als auch für die Wärmeversorgung.
„Was fehlt, sind verbindliche Ausbaupfade, ausreichend ausgewiesene Beschleunigungsgebiete und klare Konsequenzen, wenn Ziele verfehlt werden“, sagt Prechtl-Grundnig. Bundesregierung und Bundesländer müssten nun gemeinsam die bestehenden Bremsen lösen.
 

Für Wirtschaftswissenschafterin Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien ist die Abhängigkeit von fossilen Importen auch volkswirtschaftlich problematisch. Wiederkehrende Energiepreisschocks belasteten Haushalte, Unternehmen und den Staatshaushalt erheblich. Investitionen in erneuerbare Energien dagegen stärkten die heimische Wertschöpfung, schafften Arbeitsplätze und erhöhten die wirtschaftliche Resilienz.

„Es ist ökonomisch kurzsichtig, weiter auf fossile Importe zu setzen“, betont Stagl. Die Politik müsse jetzt entschlossen handeln und einen raschen, sozial gerechten Umstieg auf erneuerbare Energien ermöglichen.

Greenpeace, Stagl und der Dachverband Erneuerbare Energien Österreich fordern daher einen nationalen Schulterschluss von Bund und Ländern, um Österreichs Energieversorgung möglichst schnell auf eine sichere, leistbare und erneuerbare Grundlage zu stellen.

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06.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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