Nachhaltigkeit bleibt wichtiges Kriterium bei Geldanlagen
Köln/Wuppertal - Trotz globaler Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten spielt Nachhaltigkeit für viele Menschen in Deutschland weiterhin eine zentrale Rolle bei der Geldanlage. Das zeigt eine aktuelle Studie der BarmeniaGothaer in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa.
Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hält nachhaltige Kriterien bei Investitionsentscheidungen für wichtig – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig bleibt Nachhaltigkeit für die meisten jedoch ein ergänzender Faktor: Nur acht Prozent sehen sie als wichtigstes Entscheidungskriterium. Deutlich häufiger stehen Sicherheit (47 Prozent), Flexibilität (26 Prozent) und Rendite (13 Prozent im Vordergrund.
Bemerkenswert ist, dass 51 Prozent der Anlegerinnen und Anleger bereit wären, für nachhaltige Investments auf einen Teil der Rendite zu verzichten. Das deutet darauf hin, dass ethische und gesellschaftliche Überlegungen zunehmend in finanzielle Entscheidungen einfließen.
Inhaltlich verbinden viele Menschen Nachhaltigkeit vor allem mit sozialer Gerechtigkeit (38 Prozent), gefolgt von Umwelt- und Klimaschutz (33 Prozent) sowie verantwortungsvoller Unternehmensführung (25 Prozent). Damit verschiebt sich der Fokus leicht gegenüber dem Vorjahr zugunsten sozialer Aspekte.
Die Studie zeigt zudem, dass Orientierung und Beratung für nachhaltige Geldanlagen eine wichtige Rolle spielen. Viele Anlegerinnen und Anleger stehen vor der Herausforderung, tatsächlich nachhaltige Angebote von sogenanntem „Greenwashing“ zu unterscheiden. Fachliche Beratung und transparente Informationen gelten daher als entscheidend.
Insgesamt verdeutlicht die Untersuchung: Nachhaltigkeit ist für viele kein kurzfristiger Trend, sondern zunehmend Teil eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Geldanlagen.