Nachhaltige Frauengesundheitsförderung
Im Rahmen des Gesundheitsdialogs „Österreichischer Frauengesundheitsbericht 2005 – Strategien und Maßnahmen„, am 18. April in Wien vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, wurden alle wichtigen Themen der Frauengesundheit in den Mittelpunkt gestellt. Auf Grund der Problemanalyse wurde der Bedarf nach effizienteren Maßnahmen in Fragen der Behandlung, sowie die Therapiemethoden bei den Frauen betont.
Neuorientierung in Frage Gesundheit
Als Einstieg in die Diskussion wurde der zweite „Österreichische Frauengesundheitsbericht 2005„, durch die wissenschaftliche Leiterin des Projektes, Beate Wimmer–Puchinger (Ludwig Boltzmann Institut), präsentiert. Österreich ist als eines der ersten europäischen Länder der Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nachgekommen, der Gesundheit der Frauen wesentlich mehr Aufmerksamkeit zuzumessen. Das Ergebnis dieser Neuorientierung erfolgte 1995 in Form des ersten österreichischen Frauengesundheitsberichtes.
Die wichtigsten Themen des zweiten Frauengesundheitsberichtes lassen folgendermaßen zusammenfassen: Rahmenbedingungen der Frauengesundheit im vergangenen Jahrzehnt, Krankheiten, die nur Frauen oder überwiegend Frauen betreffen (geschlechtspezifischer und –sensibler Aspekt), psychische Gesundheit, Trends im Gesundheitsverhalten im Vergleich mit den Männern, Trends in der reproduktiven Gesundheit. Die Themen der geschlechtsspezifischen Gesundheit, mit Betonung der Frauengesundheit, wurden in Folge der Veranstaltung aufgenommen und detailliert dargestellt.
Die wichtigsten Themen des zweiten Frauengesundheitsberichtes lassen folgendermaßen zusammenfassen: Rahmenbedingungen der Frauengesundheit im vergangenen Jahrzehnt, Krankheiten, die nur Frauen oder überwiegend Frauen betreffen (geschlechtspezifischer und –sensibler Aspekt), psychische Gesundheit, Trends im Gesundheitsverhalten im Vergleich mit den Männern, Trends in der reproduktiven Gesundheit. Die Themen der geschlechtsspezifischen Gesundheit, mit Betonung der Frauengesundheit, wurden in Folge der Veranstaltung aufgenommen und detailliert dargestellt.
Warum geschlechtsspezifische Gesundheit?
Das biologische Geschlecht und Gender als die soziale Geschlechtsrolle bestimmen die Gesundheit von Frauen und Männern wesentlich. Frauen und Männer weisen unterschiedliche Risiken, genetische und hormonelle, und auch unterschiedliche erworbene Risiken (Erziehung, Arbeit, u.ä.) auf. Die Andersartigkeit soll demnach grundsätzlich berücksichtigt und als Grundlage jeder Form des Umgangs mit dem jeweiligen Geschlecht herangezogen werden. Mehr Aufmerksamkeit sollte in dieser Hinsicht der Frau gewidmet werden, die in vielen Bereichen des Lebens benachteiligt wird.
Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei Frauen
Übermedikalisierung von Frauen, doppelt so hohe Depressionsraten wie bei Männern, gravierender Anstieg von mit Essstörungungen Betroffenen unter Mädchen und jungen Frauen, dreimal so viele Raucherinnen wie vor zwanzig Jahren. Dieser negative Trend wird zusätzlich durch jene Krankheiten geprägt, an denen vor allem oder überwiegend das weibliche Geschlecht leidet: Herz–Kreislauf–Erkrankungen, Immunabwehr–/Autoimmunerkrankungen (beispielsweise Diabetes mellitus Typ I), Diabetes mellitus Typ II, Osteoporose, Asthma, Multiple Sklerose, Schilddrüsen– sowie Krebserkrankungen.
Umweltfaktoren und Mehrfachbelastung
Die umweltbezogenen Gesundheitsrisiken bei der Frauengesundheit wurden besonders betont. Viele Schadstoffe aus unserer Umgebung sowie andere Umwelteinflüsse werden beispielsweise mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht.
Neben Umweltfaktoren trägt auch die Mehrfachbelastung der Frauen zu ihrer Gesundheitsverschlechterung bei. Beruf, Haushalt, Familie, ausgeprägtes Verantwortungsgefühl den anderen gegenüber (Ernährungsweise der Familienmitglieder, Pflege derselben) sind zusätzliche Faktoren, die das Entstehen bestimmter Krankheiten begünstigen bzw. die bereits vorhandenen noch mehr verschlechtern.
Neben Umweltfaktoren trägt auch die Mehrfachbelastung der Frauen zu ihrer Gesundheitsverschlechterung bei. Beruf, Haushalt, Familie, ausgeprägtes Verantwortungsgefühl den anderen gegenüber (Ernährungsweise der Familienmitglieder, Pflege derselben) sind zusätzliche Faktoren, die das Entstehen bestimmter Krankheiten begünstigen bzw. die bereits vorhandenen noch mehr verschlechtern.
Interdisziplinäres Handeln gefragt
Frauengesundheit hat in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen, die o.g. negative Trends sprechen jedoch für sich. Nicht Diskussion, sondern Steigerung der Effektivität und Effizienz praxisorientierter, den Frauen angepasste Vorsorgeprogramme sind notwendig, sowie geschlechtssensible/– spezifische Behandlungsmaßnahmen. Vor allem ist ein Umdenken der behandelnden Ärzte und verschiedenster Beratungsstellen in Fragen der Psyche oder der Ernährung gefragt. EIn wesentlicher Schritt wäre allerdings, um dem gegenwärtigen Trend entgegenzuwirken, eine Kooperation von allen Institutionen bzw. Verantwortungsträgern, die an der Gesundheit der Frauen beteiligt sind.
[Weitere Berichte in Kürze: Umweltbezogene Gesundheitsrisiken und Frauengesundheit; Ziele für ein geschlechtergerechtes Gesundheitssystem]
[Weitere Berichte in Kürze: Umweltbezogene Gesundheitsrisiken und Frauengesundheit; Ziele für ein geschlechtergerechtes Gesundheitssystem]