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Nach EU-Konsultation: Greenpeace fordert schnelles PFAS-Verbot

30.05.2026

Beteiligungsverfahren zu Ewigkeitsgiften beendet – Umweltschutzorganisation drängt auf rasche Umsetzung und warnt vor jahrzehntelangen Industrie-Ausnahmen

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© KI generated oekonews / PFAS

Wien/Brüssel – Nach dem offiziellen Ende der EU-weiten Konsultation zum Verbot der gefährlichen Ewigkeitschemikalien (PFAS) fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace Österreich ein rasches und konsequentes Handeln gegen PFAS. In den vergangenen Monaten konnten Unternehmen, Organisationen und Bürger:innen bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) Stellungnahmen einreichen. Greenpeace hat sich mit einer umfassenden Stellungnahme zum Schutz der Umwelt und Zivilbevölkerung an dem Verfahren beteiligt. Die Umweltschutzorganisation warnt nun vor einer Verwässerung der Pläne durch die Industrie-Lobby und verlangt ein schnelles Verbot ohne Verzögerungen.



Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „PFAS verschwinden nicht einfach, sie bleiben über Generationen in unserer Umwelt und in unseren Körpern. Dass die EU sie jetzt endlich umfassend regulieren will, ist längst überfällig. Die Wissenschaft zeigt klar: Ein breites Verbot ist möglich und nötig. Jetzt darf das Gesetz nicht auf den letzten Metern durch Ausnahmen für die Industrie zerpflückt werden.“


In der eingereichten Stellungnahme begrüßt Greenpeace die Entscheidung für ein EU-weites Verbot als beste Maßnahme gegen die durch PFAS ausgehenden Risiken. Greenpeace belegt mit eigenen Labortests und Marktanalysen aus den Jahren 2025 und 2026, dass fluorfreie Alternativen im Konsumbereich längst bereitstehen. Untersuchungen von Lebensmittelverpackungen, Textilien und Kosmetika zeigen: Der Markt stellt sich bereits erfolgreich um. Greenpeace warnt vor langen Übergangsfristen, da diese vorausschauende Vorreiter-Unternehmen finanziell bestrafen. Die Umweltschutzorganisation fordert von der EU einen schnellen und umfassenden Schutz der Umwelt und der Bürger:innen vor PFAS. Daher lehnt Greenpeace die fortlaufende PFAS-Produktion in der EU entschieden ab. 


PFAS stecken in Alltagsprodukten wie Kleidung, Kosmetik oder Verpackungen. Die über 10.000 extrem langlebigen Chemikalien reichern sich dauerhaft in der Natur an. Sie schädigen das Immunsystem und können Krebs erregen. Besonders Kinder reagieren empfindlich auf diese Ewigkeitsgifte. Greenpeace Österreich fordert von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für ein schnelles und konsequentes Verbot einzusetzen. Sollte die EU nicht rasch handeln, muss Österreich ein nationales PFAS-Verbot umsetzen: Nach dem Vorbild von Dänemark und Frankreich braucht es eigenständige, heimische Verbote für PFAS in Konsumgütern sowie strengere Grenzwerte für das Trinkwasser.

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