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Nach Asbest-Aufdeckung durch Greenpeace: Umweltschutzorganisation begrüßt Sofortmaßnahmen der Stadt Wien

25.07.2026

Bundeskanzler Stocker und das Burgenland müssen endlich beginnen, vom Asbestskandal betroffene Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen zu unterstützen 

asbestbelastung im burgenland-cmitja-kobal---greenpeace-22.jpg
© Greenpeace Mitja Kobal

Wien – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die Sofortmaßnahmen der Stadt Wien zum Schutz der Wiener Bevölkerung vor Asbest in Wiener Straßen. Anfang Juli hatte Greenpeace in mehreren Straßen Wiens in der Asphaltoberfläche nahezu reine Asbest-Einschlüsse festgestellt und diese Informationen der Stadt übergeben. Die Stadt Wien hat daraufhin unmittelbar die betroffenen Straßen beprobt und ergreift nun Sofortmaßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Greenpeace fordert von Bundeskanzler Stocker rasch eine günstige Entsorgungsmöglichkeit für Asbest zu schaffen und Hilfsgelder für die vielen vom Asbest-Skandal betroffenen Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen bereitzustellen.


Stefan Stadler, Sprecher des Greenpeace Investigativ-Teams: “Die Stadt Wien handelt vorbildlich. Jede Verdachtsfläche wird von den Behörden geprüft und es werden unverzüglich Maßnahmen gesetzt. Im hauptbetroffenen Burgenland passiert das Gegenteil. Dort liebäugeln die Behörden sogar mit der Wiedereröffnung der wegen akuter Asbestgefahr gesperrten Serpentinit-Steinbrüche. Das wäre komplett verantwortungslos - krebserregender Asbest würde wieder abgebaut und im Land verteilt werden.”

Die Verdachtsflächen haben sich seit den ersten Funden in Wien stark ausgeweitet. Insgesamt hat Greenpeace bereits 40 Verdachtsflächen in elf Wiener Bezirken an die Stadt weitergemeldet. Die Stadt Wien geht jedem dieser Verdachtsfälle nach und setzt, wie sie heute beweist, auch rasche Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung. Damit hat die Stadt Wien in wenigen Wochen bereits deutlich mehr Verantwortung gezeigt als das Land Burgenland und die dort eingesetzte Taskforce unter der Leitung von Dr. Hans-Peter Hutter in einem halben Jahr. “Die Hinhaltetaktik des Burgenlands auf dem Rücken der Gesundheit der eigenen Bevölkerung muss sofort beendet werden”, fordert Stadler. 

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