Mythencheck: Brennen Elektroautos wirklich häufiger?
In den letzten Jahren war in vielen Medien immer wieder von der angeblich erhöhten Brandgefahr bei Elektroautos zu lesen. Besonders die Antriebsbatterie stand dabei im Mittelpunkt als vermeintliches Sicherheitsrisiko. Typische Schlagzeilen lauteten:
„E-Autos brennen häufiger als Verbrenner!“
„Batteriebrände sind kaum zu löschen!“
„Beim Löschen droht Lebensgefahr für Einsatzkräfte!“
Doch all diese Behauptungen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.
Im aktuellen „Geladen“-Podcast vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) räumen Christian Emrich, Leiter der Feuerwehr Freiburg, und Prof. Helmut Ehrenberg, Batterieforscher am KIT und selbst Feuerwehrmann, mit diesen Mythen rund um das Brandrisiko von Elektroautos gründlich auf.
Die Fachleute erklären, was aktuelle Studien und Erfahrungen der Feuerwehren tatsächlich zeigen:
- Elektroautos brennen nicht häufiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
- Batterien sind nur selten die Brandursache – in den meisten Fällen entstehen Brände durch externe Einflüsse oder klassische Fahrzeugkomponenten.
- Löscharbeiten bei E-Fahrzeugen sind gut beherrschbar, wenn die Feuerwehr nach den etablierten Sicherheitsprotokollen vorgeht.
- Lebensgefährliche Stromschläge für Einsatzkräfte sind praktisch ausgeschlossen – moderne E-Fahrzeuge trennen im Ernstfall automatisch die Hochvoltverbindung.
Der Podcast „Geladen“ widmet sich regelmäßig wissenschaftlich fundiert den Themen Energiewende, Elektromobilität, Elektroauto und Batterie. Gastgeber Patrick Rosen und Daniel Messling sprechen dabei mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis über aktuelle Entwicklungen, Fakten und Zukunftsperspektiven. Wir finden ihn hörenswert für alle, die sich unabhängig und sachlich über Elektromobilität informieren möchten.
Der Podcast ist auf den gängigen PODCAST-Plattformen und direkt beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verfügbar.
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