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Münchener Sicherheitskonferenz: “Break Free From Tyrants”

15.02.2026

Überdimensionierte Gasimporte aus USA und Russland gefährden die Energiewende _ Greenpeace entrollt Banner und demonstriert am Marienplatz

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Demonstration auf dem Marienplatz © Greenpeace Deutschland

München – Greenpeace-Aktivist:innen protestieren mit der Botschaft “Break Free From Tyrants” auf einem rund 90 Quadratmeter großen Banner an einem Baukran nahe der Münchener Sicherheitskonferenz. Zehn Kletteraktivist:innen entrollten über dem Marienhof das Transparent in etwa 60 Metern Höhe. Grund für die Aktion ist die europäische Abhängigkeit von Flüssiggaslieferungen aus Russland und den USA. Sowohl US-Präsident Trump als auch der russische Präsident Putin nutzen Energielieferungen als Druckmittel. “Wer über Sicherheit spricht, muss auch über Energiepolitik sprechen”, sagt Marina Falke, Energieexpertin von Greenpeace. “Die europäische Fixierung auf fossile Gaslieferungen stärkt unberechenbare Machthaber wie Trump und Putin.” 

Überdimensionierter LNG-Ausbau widerspricht EU-Plänen

 

Seit Jahresbeginn erreicht pro Woche mindestens ein mit US-Flüssiggas beladener Tanker deutsche Häfen. Die so importierten 730 Millionen Kubikmeter an US-LNG entsprechen 91 Prozent der insgesamt nach Deutschland importierten LNG-Menge. Der Wert der US-Importe seit Jahresbeginn addiert sich auf 234 Millionen Euro. Vergangenen Sommer hat die EU US-Präsident Donald Trump zugesagt, bis 2030 Energie im Gegenwert von 750 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Der Wert der bereits bestehenden EU-Lieferverträge für US-Flüssiggas beläuft sich auf rund 190 bis 210 Milliarden Euro. “Wenn Europa Donald Trump jetzt Energie für weitere 750 Milliarden Dollar abkaufen will, dann birgt das Kosten- und auch Sicherheitsrisiken”, sagt Marina Falke, “Deutschland darf sich nicht von unzuverlässigen Regierungen abhängig machen, die Vereinbarungen einseitig aufkündigen oder an immer neue Bedingungen knüpfen.”
 

Wird der bereits beschlossene EU-Plan zu einer beschleunigten Energiewende - RePowerEU - konsequent umgesetzt, entsteht kein zusätzlicher Bedarf an LNG-Importen, zeigt ein Greenpeace-Hintergrundpapier. Dieser EU-Plan wurde nach dem russischen Überfall auf die Ukraine beschlossen, um Europa schneller unabhängig von fossilen Energieimporten zu machen – vor allem durch den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr Energieeffizienz und eine stärkere Vernetzung der Stromsysteme. 

Protest auf dem Marienplatz 

Eine weitere Demonstration fand auf dem Marienplatz  statt, in unmittelbarer Nähe der Münchener Sicherheitskonferenz. Mit überlebensgroßen, aufblasbaren Skulpturen des US-Präsidenten Donald Trump und des russischen Präsidenten Wladimir Putin fordern die Aktivisten auf Bannern “Sichere Energie statt Gas-Abhängigkeit”. Die beiden abgebildeten Regierungschefs stehen auf einem 10 Meter langen Modell eines Gas-Tankers, auf dessen Längsseite “Fossil Gas” steht. “Der Weg in die europäische Unabhängigkeit und Energiesicherheit führt nur über einen vollständigen Gasausstieg, eine Wärmewende, die neben dem Heizungstausch auch Sanierungsmaßnahmen einbezieht, und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien”, sagt Marina Falke.

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Greenpeace-Aktivist:innen protestieren mit der Botschaft "Break Free From Tyrants” auf einem rund 90 Quadratmeter großen Banner an einem Kran © Greenpeace Deutschland
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