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Mitterlehner: Ökostrom-Ausbau boomt in Österreich

09.11.2013

Heuer sind bereits in den ersten drei Quartalen zusätzliche Ökostrom-Kapazitäten von über 320 Megawatt ans Netz gegangen - Über 200.000 Haushalte zusätzlich mit grünem Strom versorgt

© photonews.at/Georges Schneider BMWFJ
© photonews.at/Georges Schneider BMWFJ
Das neue Ökostromgesetz sorgt für einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien in Österreich: "Der Ökostrom-Ausbau boomt. Allein heuer sind in den ersten drei Quartalen 3.800 zusätzliche Anlagen mit Ökostrom-Kapazitäten von über 320 Megawatt ans Netz gegangen, wodurch über 200.000 Haushalte zusätzlich mit sauberem Strom versorgt werden. Zusätzlich wurden 4.300 Anlagen mit Kapazitäten von 340 Megawatt kontrahiert, die ebenfalls bald ans Netz gehen werden. Damit können weitere 250.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden", sagt Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner.
"Seit Inkrafttreten des neuen Ökostromgesetzes im Jahr 2012 sind insgesamt rund 10.000 Anlagen mit 1.400 Megawatt hinzugekommen. Das entspricht einer Verdoppelung der Zahl der Anlagen und einer Steigerung der Stromproduktion aus geförderten erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik, Wind, Biomasse und Biogas um 50 Prozent. Die stabilen Rahmenbedingungen für die Branche, der Abbau der jahrelangen Warteliste und die neuen Förderkontingente greifen. Gleichzeitig enthält unser System im Gegensatz zu Deutschland mehrere Kostenbremsen wie die Förderdeckelung und degressive Elemente, die auf gesunkene Produktionskosten reagieren. Damit unterstützen wir den Weg zur Marktreife und verhindern ein unkontrolliertes Ausufern des Fördersystems", betont Mitterlehner.
Die positive Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2013 beruht vor allem auf der Windkraft mit zusätzlichen 50 Anlagen mit 160 Megawatt (MW) an installierten Kapazitäten. Auch die Photovoltaik (PV) boomt: In den ersten drei Quartalen sind knapp 4.000 Anlagen mit Kapazitäten von über 100 MW ans Netz angeschlossen worden. Die auf acht Millionen Euro pro Jahr vervierfachten Förderkontingente sowie die starke Reduktion der Einspeisetarife treiben hier den Ausbau massiv voran. Zudem bietet das neue Ökostromgesetz den gebäudeintegrierten PV-Projekten eine Kombination aus Investitionszuschuss und Einspeisetarif. Diese Umstellung forciert als Mehrwert auch die dezentrale Eigenversorgung anstatt einer Volleinspeisung in das Netz, was die Niederspannungsnetze entlastet.
Auch die Rahmenbedingungen für neue oder revitalisierte Kleinwasserkraftanlagen wurden durch eine Wahlmöglichkeit zwischen einer Investitionsförderung von maximal 30 Prozent und einem gestaffelten Einspeisetarif deutlich verbessert. Dementsprechend ist die Kapazität der neu ans Netz angeschlossenen Anlagen auf 340 MW in den ersten drei Quartalen 2013 gestiegen. Dagegen blieb die Zahl der rohstoffabhängigen Anlagen (Biomasse und Biogas) aufgrund der Entwicklung der Rohstoffbeschaffungs- und Betriebskosten nahezu gleich.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

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09.11.2013 | Autor*in: holler
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