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Mit Pinsel, Farbe und Papier für naturverträgliche Schiffe

16.11.2005

WWF prämiert die Sieger des Kinder–Malwettbewerbs „Arche Donau„

Spannung, Spaß und leuchtende Augen gab es bei der Abschlussveranstaltung des WWF–Malwettbewerbs „Arche Donau„ im Dschungel Wien, Theaterhaus für junges Publikum. Die Naturschutzorganisation hatte Schulklassen aus dem Donauraum dazu eingeladen, moderne, naturverträgliche Schiffe, die den Fluss und seine Artenvielfalt nicht gefährden, zu malen. Über 30 Klassen aus Wien, NÖ und OÖ beteiligten sich an der Aktion und entwarfen insgesamt 700 Archen. Eine prominent besetzte Jury wählte anschließend die kreativsten Arbeiten aus. Heute wurden die Siegerklassen aus Horn, Linz, Neuhofen und Wien 21 geehrt und mit Sachpreisen belohnt.
Schiff ist nicht gleich Schiff – 30 Schulklassen aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich haben sich in den letzten Wochen über die Tiere und Pflanzen in den Donau–Auen informiert und gelernt, dass moderne, der Donau angepasste Schiffe die Artenvielfalt schützen. Für den WWF–Malwettbewerb griffen rund 700 engagierte Kinder zu Papier und Malfarben und kreierten ihre „Arche Donau„. Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus MitarbeiterInnen des Veranstalters und ExpertInnen der Kinder– und Jugendarbeit, wählte aus all den einzigartigen Zusendungen der Klassen drei Sieger aus, die heute prämiert wurden.
„Es ist toll zu sehen, wie selbstverständlich sich die Kinder für die Belange der Natur begeistern und einsetzen„, freut sich Ulrich Eichelmann, WWF–Flussexperte. „Jedes einzelne Bild ist ein Geschenk an die Natur„. Geschenke gab es auch für die Siegerklassen. Ihr Einsatz wurde mit Freikarten für das Haus des Meeres, den Tiergarten Schönbrunn, den Zoo Schmiding sowie tollen Siegerurkunden belohnt. In einer spannenden Quizshow konnten die Kinder ihr Wissen über die Donau und ihre Bewohner unter Beweis stellen.
Die Donau wird bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zum Schutz gegen Hochwasser und für die Schifffahrt reguliert. Die Folge: Harte Verbauungen, Kanalisierungen und gestaute Flusstrecken haben zu einer ökologischen Verarmung des Lebensraumes geführt. Die Pläne des Verkehrs–ministeriums, den Fluss im Namen der Schifffahrt im Nationalpark Donau–Auen auf 2,80 Meter zu vertiefen, würden eine Ausbauwelle auslösen, die auch die letzten intakten freien Fließstrecken im mittleren und unteren Teil der Donau bedroht. Der WWF setzt sich im Zusammenhang mit dem Donauausbau für eine ganzheitliche Sicht auf Europas Lebensader ein, wobei auf der gesamten Flussstrecke neben ökonomischen auch ökologische Interessen ausreichend berücksichtigt werden sollen. Es ist besser, die Schiffe an die Flüsse anzupassen, statt die Flüsse an immer größere Schiffe.
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16.11.2005 | Autor*in: holler
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