Mit neuer Solarförderung im mehrgeschossigen Wohnbau werden Mietkosten massiv gesenkt
Klagenfurt (LPD) – Die Solarförderaktion des Landes wird fortgesetzt und ausgeweitet auf den mehrgeschossigen Wohnbau sowie auf Tourismusbetriebe. Durch die damit erzielte Senkung der Betriebskosten werde eine einzigartige Mietensenkung erreicht. Das gaben heute Landeshauptmann Jörg Haider, Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger und Wohnbaureferent Landesrat Gerhard Dörfler in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Die Sonderförderung soll Mitte des Jahres starten und sowohl bestehenden als auch neuen Wohnanlagen zugute kommen. Der Kostenanreiz sei riesig, weiters werden damit ganz wesentliche Beiträge zur Arbeitsplatzsicherung und zur Ökologie geleistet. Damit werde das größte Mietensenkungsprogramm gemacht, so Haider.
Die im Vorjahr begonnene Kampagne "Sonnenland Kärnten" habe sich als voller Erfolg erwiesen, konnten damit die Heizkosten für die Eigenheimbesitzer um die Hälfte reduziert und eine durch eine IHS–Studie belegte Wertschöpfung von 21,7 Mio. Euro erzielt werden. Das Ziel sei, weiterhin auf erneuerbare Energien zu setzen und Kärnten zum Umwelt–Musterland zu machen. Über 3000 Ansuchen um Solarförderungen seien bislang eingelangt, sagte der Landeshauptmann und strich die positiven Vorteile der Aktion wie der monatlichen Ersparnis, der Förderung des Klein– und Mittelstandes sowie der Umwelteffekte hervor.
Im Gegenzug werde es keine Förderungen mehr für Ölanlagen (derzeit 60 Prozent der Investition) geben. Kärnten setze auf seine erneuerbaren Energien, wie Sonnenenergie und Biomasse. Allein im Lavanttal gebe es zwei Biomasse–Anlageproduzenten, die europaweit erfolgreich seien.
In diesem Jahr werde mit der Ausweitung auf den Genossenschafts– und Mietwohnbau der nächste große Schritt gesetzt. Das laufende Förderprogramm wird ebenfalls fortgeführt. Bei diesem kann vom Eigenheimbesitzer das Förderpaket mit einer Preisreduktion von durchschnittlich über 3000 Euro genutzt werden.
Genau durchgerechnet wurden die nunmehr geplanten Einsparungen: so belaufen sich die Kosten für Warmwasseraufbereitung bei Fernwärme oder Öl auf 0,33 Euro pro Quadratmeter, dasselbe kostet mit Nutzung einer Solaranlage nur 0,08 Euro und bei der Kombination Pellets mit Solaranlage fallen 0,07 Euro an. Dies ergibt eine Einsparung im Jahr von 257, 40 Euro. Gerechnet auf eine 75 Quadratmeter große Wohnung beträgt die Einsparung 0,29 Euro pro Quadratmeter im Monat.
Ein Tourismusbetrieb (20 bis 40 Betten, 8 Monate Betriebszeit, Vollauslastung) spare sich an Heizkosten 1450 Euro pro Jahr, bezifferte Pfeifenberger ein errechnetes Beispiel. Kärnten gehe mit dem Zurückdämmen der fossilen Brennstoffe einen beispielhaften Weg. Optimal sei die Kombination von Pellets und Solarenergie, so der Wirtschaftsreferent.
Landesrat Gerhard Dörfler wies ebenfalls auf den vielfältigen Nutzen der Solarförderaktion für Produzenten, Handwerk und Gewerbe sowie Umwelt hin. Allein im Februar seien schon 419 Förderfälle ausbezahlt worden, im Jänner waren es 260. Das Ziel sei es vorerst, in jedem Bezirk ein Pilotprojekt im mehrgeschossigen Wohnbau– bzw. Tourismusbereich zu haben, das gleichsam eine Werbefenster darstellen werde.
Die Kooperationspartner Robert Kanduth, Chef von GREENoneTech und Rudi Rattenberger von den Installationsbetrieben "Holz die Sonne ins Haus" bekräftigten die Vorteile der Initiative Sonnenland Kärnten. Das Kärnten–Konzept sei europaweit beispielhaft, so Kanduth. Die Förderungen alleine seien es nicht, sondern die mustergültige Kooperation unter allen Partnern mit dem Land Kärnten. (Schluss)
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OTS0105 2004–02–23/12:34
Die im Vorjahr begonnene Kampagne "Sonnenland Kärnten" habe sich als voller Erfolg erwiesen, konnten damit die Heizkosten für die Eigenheimbesitzer um die Hälfte reduziert und eine durch eine IHS–Studie belegte Wertschöpfung von 21,7 Mio. Euro erzielt werden. Das Ziel sei, weiterhin auf erneuerbare Energien zu setzen und Kärnten zum Umwelt–Musterland zu machen. Über 3000 Ansuchen um Solarförderungen seien bislang eingelangt, sagte der Landeshauptmann und strich die positiven Vorteile der Aktion wie der monatlichen Ersparnis, der Förderung des Klein– und Mittelstandes sowie der Umwelteffekte hervor.
Im Gegenzug werde es keine Förderungen mehr für Ölanlagen (derzeit 60 Prozent der Investition) geben. Kärnten setze auf seine erneuerbaren Energien, wie Sonnenenergie und Biomasse. Allein im Lavanttal gebe es zwei Biomasse–Anlageproduzenten, die europaweit erfolgreich seien.
In diesem Jahr werde mit der Ausweitung auf den Genossenschafts– und Mietwohnbau der nächste große Schritt gesetzt. Das laufende Förderprogramm wird ebenfalls fortgeführt. Bei diesem kann vom Eigenheimbesitzer das Förderpaket mit einer Preisreduktion von durchschnittlich über 3000 Euro genutzt werden.
Genau durchgerechnet wurden die nunmehr geplanten Einsparungen: so belaufen sich die Kosten für Warmwasseraufbereitung bei Fernwärme oder Öl auf 0,33 Euro pro Quadratmeter, dasselbe kostet mit Nutzung einer Solaranlage nur 0,08 Euro und bei der Kombination Pellets mit Solaranlage fallen 0,07 Euro an. Dies ergibt eine Einsparung im Jahr von 257, 40 Euro. Gerechnet auf eine 75 Quadratmeter große Wohnung beträgt die Einsparung 0,29 Euro pro Quadratmeter im Monat.
Ein Tourismusbetrieb (20 bis 40 Betten, 8 Monate Betriebszeit, Vollauslastung) spare sich an Heizkosten 1450 Euro pro Jahr, bezifferte Pfeifenberger ein errechnetes Beispiel. Kärnten gehe mit dem Zurückdämmen der fossilen Brennstoffe einen beispielhaften Weg. Optimal sei die Kombination von Pellets und Solarenergie, so der Wirtschaftsreferent.
Landesrat Gerhard Dörfler wies ebenfalls auf den vielfältigen Nutzen der Solarförderaktion für Produzenten, Handwerk und Gewerbe sowie Umwelt hin. Allein im Februar seien schon 419 Förderfälle ausbezahlt worden, im Jänner waren es 260. Das Ziel sei es vorerst, in jedem Bezirk ein Pilotprojekt im mehrgeschossigen Wohnbau– bzw. Tourismusbereich zu haben, das gleichsam eine Werbefenster darstellen werde.
Die Kooperationspartner Robert Kanduth, Chef von GREENoneTech und Rudi Rattenberger von den Installationsbetrieben "Holz die Sonne ins Haus" bekräftigten die Vorteile der Initiative Sonnenland Kärnten. Das Kärnten–Konzept sei europaweit beispielhaft, so Kanduth. Die Förderungen alleine seien es nicht, sondern die mustergültige Kooperation unter allen Partnern mit dem Land Kärnten. (Schluss)
*** OTS–ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0105 2004–02–23/12:34
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