Mineralölsteuer von Benzin und Diesel angleichen!
VCÖ (Wien, 10. November 2004) – Die gestern von der Regierung beschlossenen steuerlichen Anreize für weniger gesundheits– und umweltschädliche Treibstoffe sind ein kleiner Schritt in die richtige Richtung stellt der VCÖ fest. Der VCÖ kritisiert, dass Benzin und Diesel weiterhin ungleich besteuert werden. Die Mineralölsteuer auf Benzin ist in Österreich um 11 Cent höher als auf Diesel. Ein Vergleich der Mineralölsteuer in der EU zeigt, dass in Österreich die Mineralölsteuer bei Diesel um 6 Cent niedriger ist als im EU–Durchschnitt und bei Benzin um 9 Cent niedriger.
Wer in Österreich 10 Liter Diesel tankt, zahlt 3,02 Euro Mineralölsteuer. Wer 10 Liter Eurosuper 95 tankt, muss dagegen 4,17 Euro Mineralölsteuer berappen.
Wer in Österreich 10 Liter Diesel tankt, zahlt 3,02 Euro Mineralölsteuer. Wer 10 Liter Eurosuper 95 tankt, muss dagegen 4,17 Euro Mineralölsteuer berappen.
Pro Liter ist die Mineralölsteuer auf Benzin um 11 Cent höher als auf Diesel
„Gegenüber den rund zwei Millionen Autofahrern, die einen Benziner fahren, ist dieser Unterschied schlicht und einfach ungerecht. Aus medizinischer Sicht hat die um 26 Prozent niedrigere Mineralölsteuer auf Diesel ein gesundheitsschädlicheres Kaufverhalten ausgelöst. Es ist höchste Zeit, dass in diesem Bereich Steuergerechtigkeit hergestellt wird und die Mineralölsteuer angeglichen wird„, stellt VCÖ–Verkehrsexperte DI Martin Blum fest.
Der VCÖ hat die Mineralölsteuer in der EU verglichen. Eine gleich hohe Besteuerung von Diesel und Benzin gibt es in Großbritannien. In der Slowakei beträgt der Unterschied lediglich 2 Cent. „Im Nicht–EU–Mitglied Schweiz ist die Mineralölsteuer auf Diesel mit 52 Cent pro Liter um 4 Cent höher als auf Benzin„, berichtet VCÖ–Experte Blum. Die VCÖ–Untersuchung zeigt, dass in Österreich die Mineralölsteuer auf Diesel um 6 Cent niedriger ist als im EU–Durchschnitt und bei Benzin um 9 Cent niedriger. Bei einer Mineralölsteuer auf dem Niveau der EU–15 hätte Österreich im Vorjahr Zusatzeinnahmen von rund 760 Millionen Euro erzielt. Die höchste Mineralölsteuer hat Großbritannien mit jeweils 70,6 Cent pro Liter.
Der VCÖ erinnert daran, dass Dieselabgase gesundheitsschädlicher sind als die Abgase von Benzinmotoren. Dieselabgase enthalten im Unterschied zu Benzinabgase lungengängige Rußpartikel, so genannte PM10 und PM2,5. Diese verursachen Atemwegserkrankungen, wie Asthma und Bronchitis und können im schlimmsten Fall Lungenkrebs verursachen. Zudem enthalten Dieselabgase etwa drei Mal so hohe Stickoxid–Emissionen. Stickoxide beeinträchtigen die Lungenfunktion.
Der VCÖ hat die Mineralölsteuer in der EU verglichen. Eine gleich hohe Besteuerung von Diesel und Benzin gibt es in Großbritannien. In der Slowakei beträgt der Unterschied lediglich 2 Cent. „Im Nicht–EU–Mitglied Schweiz ist die Mineralölsteuer auf Diesel mit 52 Cent pro Liter um 4 Cent höher als auf Benzin„, berichtet VCÖ–Experte Blum. Die VCÖ–Untersuchung zeigt, dass in Österreich die Mineralölsteuer auf Diesel um 6 Cent niedriger ist als im EU–Durchschnitt und bei Benzin um 9 Cent niedriger. Bei einer Mineralölsteuer auf dem Niveau der EU–15 hätte Österreich im Vorjahr Zusatzeinnahmen von rund 760 Millionen Euro erzielt. Die höchste Mineralölsteuer hat Großbritannien mit jeweils 70,6 Cent pro Liter.
Der VCÖ erinnert daran, dass Dieselabgase gesundheitsschädlicher sind als die Abgase von Benzinmotoren. Dieselabgase enthalten im Unterschied zu Benzinabgase lungengängige Rußpartikel, so genannte PM10 und PM2,5. Diese verursachen Atemwegserkrankungen, wie Asthma und Bronchitis und können im schlimmsten Fall Lungenkrebs verursachen. Zudem enthalten Dieselabgase etwa drei Mal so hohe Stickoxid–Emissionen. Stickoxide beeinträchtigen die Lungenfunktion.
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