„Milliardenshow“ statt Autobahn: Grüne Wien starten Straßenkampagne gegen Lobau-Tunnel
Wien Mit einer öffentlichkeitswirksamen Straßenaktion starten die Grünen Wien eine neue Phase ihrer Kampagne gegen den geplanten Lobau-Tunnel. Unter dem Titel „Milliardenshow“ wird das Infrastrukturprojekt ab 26. Mai im Stil einer Quizshow inszeniert – in Anlehnung an das TV-Format „Millionenshow“.
Auftakt ist am Dienstag, 26. Mai ab 16 Uhr am Bundesländerplatz auf der Mariahilfer Straße. Mit dabei sind unter anderem die Bundessprecherin Leonore Gewessler sowie die Wiener Parteivorsitzenden Judith Pühringer und Peter Kraus, die als „Showmaster:innen“ auftreten sollen.
Politische Botschaft im Quizformat
Im Zentrum der Aktion steht die Kritik am geplanten Bau einer Autobahn durch die Lobau. Die Grünen sprechen von einem möglichen „Milliardengrab“ und stellen die Kosten des Projekts – rund sechs Milliarden Euro – in den Mittelpunkt der Diskussion.
Passant:innen sollen in spielerischer Form Fragen beantworten, etwa zur Bedeutung der Lobau, zur Nutzung des dortigen Grundwassers oder zu alternativen Einsatzmöglichkeiten der geplanten Investitionen.
„Mit der Milliardenshow wollen wir uns mit den Wiener:innen über diese historische Fehlentscheidung in einem unterhaltsamen Rahmen austauschen“, so Pühringer und Kraus.
Kampagne mit mehreren Stationen in Wien
Die Aktion ist Teil einer länger angelegten Kampagne unter dem Titel „Lobau oder Tunnel – auf welcher Seite stehst du?“, die bereits auf Plakaten und in sozialen Medien läuft. Ziel sei es, auf die Auswirkungen des Projekts aufmerksam zu machen und eine öffentliche Debatte anzustoßen.
Neben dem Auftakt am 26. Mai sind bis Mitte Juli weitere Termine im ganzen Stadtgebiet geplant – darunter am Schwedenplatz, im Yppenplatz, am Karlsplatz und in der Seestadt.
Unterhaltung trifft politische Auseinandersetzung
Die Grünen setzen dabei bewusst auf ein niedrigschwelliges Format mit Unterhaltungselementen. Für Teilnehmer:innen gibt es unter anderem Give-aways aus einer „NOBAU“-Kollektion.
Die Kampagne soll laut Initiator:innen nicht nur informieren, sondern auch zur Positionierung einladen: „Lobau oder Tunnel – diese Frage geht uns alle an.“