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Mexiko startet historischen Ausbau erneuerbaren Energien

13.07.2026

32 Gigawatt neue Kraftwerksleistung bis 2030 geplant – Solarenergie, Windkraft und Geothermie stehen im Mittelpunkt

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Vorstellung des Plans der Regierung © Government of Mexico
Mexikos Regierung hat einen der größten Ausbaupläne für erneuerbare Energien in seiner Geschichte vorgestellt. Bis 2030 sollen zusätzliche 32.000 Megawatt (32 Gigawatt) an Erzeugungskapazität installiert werden.  Mindestens 70 Prozent der neuen Leistung, mindestens 22 Gigawatt,  sollen aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Die Regierung verbindet das Programm mit den Zielen der Energiesouveränität, des Klimaschutzes und einer geringeren Abhängigkeit von Erdgasimporten.

Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete  das Vorhaben als historisch. Mit dem massiven Ausbau von Solar-, Wind- und Geothermieanlagen wolle Mexiko den Anteil fossiler Energieträger deutlich reduzieren und langfristig eine klimafreundlichere Stromversorgung aufbauen. 


Milliardeninvestitionen in die Energiewende
 

Für den Ausbau sind Investitionen von 739 Milliarden Pesos vorgesehen. Die Finanzierung soll über ein gemischtes Modell erfolgen: Rund 42,6 Prozent stammen aus öffentlich-privaten Partnerschaften, 36,6 Prozent aus staatlichen Eigenmitteln und 20,8 Prozent aus privaten Investitionen.

Nach Angaben von  Energieministerin Luz Elena González Escobar soll der Ausbau den Anteil erneuerbarer Energien im Stromsystem deutlich erhöhen. Bis 2030 sollen 38 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stammen. Gleichzeitig soll die Photovoltaikleistung um 140 Prozent, die Geothermie um 90 Prozent und Windkraft um 70 Prozent wachsen. Auch die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke ist Teil der Strategie, genauso wie der Bau von Batteriespeichern.


Solarenergie spielt Schlüsselrolle
 

Besonders stark setzt Mexiko auf die Photovoltaik. Bereits heute befinden sich 50 Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 7.859 Megawatt im Bau. Hinzu kommen 17 Windparks mit 4.701 Megawatt. Insgesamt erwartet die Regierung, dass durch die neuen Anlagen bis 2030 rund 69 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden.

Ein Leuchtturmprojekt ist das Vorhaben „Oasis“ in Baja California Sur. Dort werden eine 72-Megawatt-Photovoltaikanlage, ein 20-Megawatt-Batteriespeicher und eine Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff miteinander kombiniert. Der Wasserstoff soll gespeichert und bei Bedarf über Brennstoffzellen wieder in Strom umgewandelt werden. Das Projekt soll rund 40.000 Haushalte versorgen und zusätzlich Trinkwasser bereitstellen.


Größtes Solarkraftwerk Amerikas entsteht

Ein weiteres Schlüsselprojekt ist das Photovoltaikkraftwerk Rafael Galván Maldonado in Puerto Peñasco im Bundesstaat Sonora. Nach Abschluss aller vier Bauphasen soll die Anlage eine Leistung von 1.000 Megawatt erreichen und damit zum größten Solarkraftwerk Amerikas werden. Ergänzt wird die Anlage durch Batteriespeicher mit einer Leistung von 246 Megawatt. Die Investitionen belaufen sich auf mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar.


Erneuerbare Energien als Motor für Energiesouveränität
 

Mit dem Ausbau verfolgt die mexikanische Regierung nicht nur klimapolitische Ziele. Ein zentrales Motiv ist die Verringerung der Abhängigkeit von importiertem Erdgas und damit eine stärkere Energiesouveränität. Gleichzeitig sollen sinkende Kosten für Solar- und Windenergie dazu beitragen, die Stromversorgung langfristig wirtschaftlicher und klimafreundlicher zu gestalten.
 

Der Ausbauplan zählt zu den ambitioniertesten Energieprogrammen Lateinamerikas und unterstreicht den wachsenden Stellenwert erneuerbarer Energien für die zukünftige Stromversorgung Mexikos. Besonders die Kombination von Photovoltaik, Batteriespeichern und grünem Wasserstoff zeigt, dass das Land zunehmend auf integrierte Lösungen für eine stabile und emissionsarme Energieversorgung setzt.

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13.07.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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