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META-STUDIE für die deutsche Energiewende-Politik

01.08.2025

"Volle Pulle" Ausbau der Ökostrom-Kapazitäten!

Lager Dach-PV XXXLutz-2048x1113.jpg
Welche Strategien muss eine leistbare und sichere Energiewendepolitik für Deutschland verfolgen?
Eine neue Meta-Studie (= unter Einbeziehung bestehender Studien) der Denkfabirk EPICO Klimainnovation und AURORA Energy Research hat die Frage differenziert und detailliert untersucht und beantwortet - siehe "Executive Summary" im Link unten).

5 zentrale Schlussfolgerungen 

 

  • Steigende Stromnachfrage erfordert langfristig mehr Kapazität – trotz aktueller Rückgänge.
  • Zügiger Ausbau der Erneuerbaren rechnet sich immer: Weniger Erneuerbare senken nur kurzfristig Systemkosten, führen aber zu höheren Strompreisen und bremsen die Dekarbonisierung. Kurzfristig sollte man eher Freiflächen-Photovoltaikanlagen gegenüber Dachanlagen zubauen. Langfristig sollen erneuerbare Anlagen primär mit dem Blick auf Systemdienlichkeit (= netzdienlich, Endkundenstrompreis-orientiert) zugebaut werden.
  • Mehr Speicher und Flexibilität: Eine Verdopplung der Batterie-Speicherkapazität reduziert Großhandelspreisschwankungen um 20 %. Der Ausbau von Stromspeichern und Nachfrage-flexibilität bleibt unabhängig von der Nachfrageentwicklung zentral und kosteneffektiv.
  • Effizientere Nutzung von Freiflächenanlagen senken die Kapitalkosten um 20 %.
  • Weniger neue Gaskraftwerke nötig: Bereits +10 GW an steuerbarer Gasleistung können in den für die Studie herangezogenen Szenarien die erwartete Versorgungslücke 2035 vollständig schließen – nur etwa die Hälfte des bisher im Koalitionsvertrag vorgesehenen Zubaus.
2 Kommentar oekoneas.at:
1) Die Energieeffizienz, z.B. energetische Gebäudesanierungen u.v.a.m., bleibt weitgehend unberücksichtigt. Gerade sie hat die wesentlichsten Effekte in den Bereichen, wo Menschen leben: Fossilemissionen, Lärm, Wohn- und Energiekosten, etc.
2) Einer der Vorschläge, nämlich den PV-Ausbau auf Dachflächen gegen Freiflächen auszuspielen bzw. in Konkurrenz zu setzen, wo keine besteht, findet keine Zustimmung. 
Denn die vielen Flächen auf Betriebsgebäuden und Bürogebäuden sind EIGEN-Anlagen und amortisieren sich viel rascher, sind also attraktiv für regionale bzw. lokale Privatinvestitionen.
Freiflächenanlagen, speziell große, werden erfahrungsgemäß von (Energie-, Bank-, Investment-)Konzernen gebaut und finanziert, womit die betriebs- und volkswirtschaftlichen Vorteile für das Land verspielt werden.
Diese Vorteile wiegen die Mehrkosten des raschen Ausbaus der Nieder- und Mittelspannungsnetze langfristig deutlich auf.
Würde man jedoch darauf abzielen, flächenschonend Agri-Photovoltaik zu bevorzugen, verringern die teuren, meterhohen Gestelle für die Module die "Freiflächen-Kostenvorteile" ganz erheblich.  

Links

  • Studie AURORA
  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein
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01.08.2025
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