META-STUDIE für die deutsche Energiewende-Politik
Welche Strategien muss eine leistbare und sichere Energiewendepolitik für Deutschland verfolgen?
Eine neue Meta-Studie (= unter Einbeziehung bestehender Studien) der Denkfabirk EPICO Klimainnovation und AURORA Energy Research hat die Frage differenziert und detailliert untersucht und beantwortet - siehe "Executive Summary" im Link unten).
5 zentrale Schlussfolgerungen
1) Die Energieeffizienz, z.B. energetische Gebäudesanierungen u.v.a.m., bleibt weitgehend unberücksichtigt. Gerade sie hat die wesentlichsten Effekte in den Bereichen, wo Menschen leben: Fossilemissionen, Lärm, Wohn- und Energiekosten, etc.
2) Einer der Vorschläge, nämlich den PV-Ausbau auf Dachflächen gegen Freiflächen auszuspielen bzw. in Konkurrenz zu setzen, wo keine besteht, findet keine Zustimmung.
Denn die vielen Flächen auf Betriebsgebäuden und Bürogebäuden sind EIGEN-Anlagen und amortisieren sich viel rascher, sind also attraktiv für regionale bzw. lokale Privatinvestitionen.
Freiflächenanlagen, speziell große, werden erfahrungsgemäß von (Energie-, Bank-, Investment-)Konzernen gebaut und finanziert, womit die betriebs- und volkswirtschaftlichen Vorteile für das Land verspielt werden.
Diese Vorteile wiegen die Mehrkosten des raschen Ausbaus der Nieder- und Mittelspannungsnetze langfristig deutlich auf.
Würde man jedoch darauf abzielen, flächenschonend Agri-Photovoltaik zu bevorzugen, verringern die teuren, meterhohen Gestelle für die Module die "Freiflächen-Kostenvorteile" ganz erheblich.
Eine neue Meta-Studie (= unter Einbeziehung bestehender Studien) der Denkfabirk EPICO Klimainnovation und AURORA Energy Research hat die Frage differenziert und detailliert untersucht und beantwortet - siehe "Executive Summary" im Link unten).
5 zentrale Schlussfolgerungen
- Steigende Stromnachfrage erfordert langfristig mehr Kapazität – trotz aktueller Rückgänge.
- Zügiger Ausbau der Erneuerbaren rechnet sich immer: Weniger Erneuerbare senken nur kurzfristig Systemkosten, führen aber zu höheren Strompreisen und bremsen die Dekarbonisierung. Kurzfristig sollte man eher Freiflächen-Photovoltaikanlagen gegenüber Dachanlagen zubauen. Langfristig sollen erneuerbare Anlagen primär mit dem Blick auf Systemdienlichkeit (= netzdienlich, Endkundenstrompreis-orientiert) zugebaut werden.
- Mehr Speicher und Flexibilität: Eine Verdopplung der Batterie-Speicherkapazität reduziert Großhandelspreisschwankungen um 20 %. Der Ausbau von Stromspeichern und Nachfrage-flexibilität bleibt unabhängig von der Nachfrageentwicklung zentral und kosteneffektiv.
- Effizientere Nutzung von Freiflächenanlagen senken die Kapitalkosten um 20 %.
- Weniger neue Gaskraftwerke nötig: Bereits +10 GW an steuerbarer Gasleistung können in den für die Studie herangezogenen Szenarien die erwartete Versorgungslücke 2035 vollständig schließen – nur etwa die Hälfte des bisher im Koalitionsvertrag vorgesehenen Zubaus.
1) Die Energieeffizienz, z.B. energetische Gebäudesanierungen u.v.a.m., bleibt weitgehend unberücksichtigt. Gerade sie hat die wesentlichsten Effekte in den Bereichen, wo Menschen leben: Fossilemissionen, Lärm, Wohn- und Energiekosten, etc.
2) Einer der Vorschläge, nämlich den PV-Ausbau auf Dachflächen gegen Freiflächen auszuspielen bzw. in Konkurrenz zu setzen, wo keine besteht, findet keine Zustimmung.
Denn die vielen Flächen auf Betriebsgebäuden und Bürogebäuden sind EIGEN-Anlagen und amortisieren sich viel rascher, sind also attraktiv für regionale bzw. lokale Privatinvestitionen.
Freiflächenanlagen, speziell große, werden erfahrungsgemäß von (Energie-, Bank-, Investment-)Konzernen gebaut und finanziert, womit die betriebs- und volkswirtschaftlichen Vorteile für das Land verspielt werden.
Diese Vorteile wiegen die Mehrkosten des raschen Ausbaus der Nieder- und Mittelspannungsnetze langfristig deutlich auf.
Würde man jedoch darauf abzielen, flächenschonend Agri-Photovoltaik zu bevorzugen, verringern die teuren, meterhohen Gestelle für die Module die "Freiflächen-Kostenvorteile" ganz erheblich.