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Mehr Elektrofahrzeuge in Firmenflotten gefragt

15.04.2026

Unternehmensflotten in Österreich bleiben stabil – steigender Kostendruck treibt Wandel Richtung E-Fahrzeuge voran

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Nur Laden allein ist zuwenig © Ecoflow
Österreichs Unternehmensflotten  bleiben stabil - aber sie stehen   zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Das aktuelle Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 des Arval Mobility Observatory zeichnet ein klares Bild: 92 Prozent der heimischen Unternehmen rechnen in den kommenden drei Jahren mit einem stabilen oder sogar wachsenden Fuhrpark.

„Der Optimismus zieht sich durch alle Unternehmensgrößen. Zwar werden Fahrzeuge im Schnitt länger genutzt als früher, wir beobachten dennoch ein Wachstum“, erklärt Gregor Bilik, Geschäftsführer von Arval Austria. 
 

Kostendruck beschleunigt Transformation

Gleichzeitig steigt der Druck, Mobilität effizienter zu gestalten. Hohe Treibstoffpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten zwingen Unternehmen zum Umdenken.  Elektro-Antriebe, Gebrauchtfahrzeuge und flexible Mobilitätslösungen gewinnen an Bedeutung.

„Die aktuelle Preisrallye an den Zapfsäulen sorgt für Verunsicherung. Wir rechnen damit, dass Unternehmen noch schneller auf E-Mobilität, Gebrauchtfahrzeuge und alternative Lösungen umsteigen werden“, so Bilik.
 

Gebrauchtfahrzeuge werden zum Standard 

Besonders deutlich zeigt sich der Wandel im Umgang mit Gebrauchtfahrzeugen: 91 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits darauf oder planen deren Einsatz. Damit entwickeln sich gebrauchte Fahrzeuge vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil moderner Fuhrparks – in Österreich sogar stärker als im europäischen Durchschnitt.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Leasinganbieter, die geprüfte Fahrzeuge, transparente Kostenstrukturen und umfassende Serviceleistungen anbieten. Gleichzeitig kommen zunehmend gebrauchte Elektrofahrzeuge auf den Markt. Diese senken die Einstiegshürden für Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen.
 

E-Mobilität wächst – trotz Hürden 

Auch die Elektrifizierung der Fuhrparks schreitet voran: 73 Prozent der Unternehmen nutzen bereits elektrifizierte Fahrzeuge oder planen deren Einsatz in den nächsten drei Jahren. Hauptgründe sind geringere Betriebskosten und Umweltaspekte.

„Trotz fehlender Förderungen investieren heimische Unternehmen konsequent in den Mobilitätswandel“, betont Bilik. Neue Modelle, größere Reichweiten und eine breitere Auswahl erleichtern den Umstieg. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen unterschiedlich – etwa zwischen urbanen und ländlichen Einsatzgebieten.
 

Ladeinfrastruktur ist ein Bremsfaktor 

Ein Bremsfaktor für Elektromobilität  bei Firmen bleibt die Ladeinfrastruktur. 42 Prozent der Unternehmen sehen fehlende öffentliche Ladepunkte als zentrales Hindernis, 39 Prozent nennen mangelnde Lademöglichkeiten zu Hause.

Viele Betriebe reagieren bereits: Mehr als die Hälfte investiert in eigene Ladepunkte oder plant entsprechende Maßnahmen. Ergänzend werden Mitarbeitende mit Wallboxen ausgestattet oder flexible Ladelösungen angeboten. 
 

Mitarbeitermobilität als Wettbewerbsvorteil


Mobilitätsangebote für Beschäftigte sind längst Teil moderner Unternehmensstrategien. Neben klassischen Dienstwagen gewinnen alternative Modelle an Bedeutung: 41 Prozent der Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeitenden finanziell bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Auch Fahrgemeinschaften, Fahrrad-Leasing und Carsharing werden zunehmend genutzt.

Damit entwickelt sich Mitarbeitermobilität zu einem wichtigen Baustein von CSR-Strategien – und zu einem entscheidenden Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte.
 

Leasing gewinnt strategisch an Bedeutung 

Beim Finanzierungsmodell dominiert weiterhin das Finanzierungsleasing (44 Prozent), gefolgt vom klassischen Fahrzeugkauf (36 Prozent). Gleichzeitig zeichnet sich ein Trend hin zu Full-Service-Leasing ab: Bereits 22 Prozent der Unternehmen planen hier eine stärkere Nutzung.

„Unternehmen brauchen heute vor allem eines: volle Kostenkontrolle. Genau hier spielt Full-Service-Leasing seine Stärke aus – mit klar kalkulierbaren Raten und weniger Komplexität“, so Bilik.
 

Für das Mobilitätsbarometer wurden im Auftrag des Arval Mobility Observatory vom Marktforschungsinstitut Ipsos mehr als 10.000 Unternehmensentscheider befragt, darunter 300 in Österreich.

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