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LR Kaineder: Klimaschutz als Motor für den Wirtschaftsstandort – Bundesregierung muss Klimabudget erhöhen

09.05.2026

Klare Warnung vor hohen wirtschaftlichen Kosten einer verfehlten Klimapolitik

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Bei der Landesklimaschutz-Referent/innenkonferenz in Tulln übergab der oö. Klimaschutzbeauftragte DI Andreas Drack (Bildmitte) die gemeinsame Ländervertretung, die er seit 1998 inne hatte. © Franziska Radinger/ Land OÖ

Oberösterreichs Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Die Bundesländer ziehen beim Klimaschutz an einem Strang. Heute haben wir in Tulln viele wichtige Themen besprochen und gemeinsame Positionen gefunden. Aber Papier ist geduldig. Wir sind uns einig, dass die Zeit des Sparens im Klimaschutz vorbei sein muss. Daher müssen die Maßnahmen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen auch im kommenden Doppelbudget entsprechend dotiert sein.“
 

Bei der Konferenz der Landes-Klimaschutzreferent/innen in Tulln warnt Oberösterreichs Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder vor den hohen wirtschaftlichen Kosten einer verfehlten Klimapolitik. Für Kaineder ist klar: Die Klimakrise ist längst in Oberösterreich angekommen – mit Folgen für Wasser, Landwirtschaft, Versorgungssicherheit und öffentliche Budgets. In einer gemeinsamen Deklaration haben die Klimaschutz-Referent/innen der Bundesländer die Bedeutung und Chance von Klimaschutz für den Wirtschaftsstandort Österreich unterstrichen. Bundesminister Totschnig hat zugesagt, sich dafür einzusetzen, die budgetären Mittel für Klimaschutz wieder zu erhöhen. Das ist für Kaineder auch längst überfällig.
 

Klimaziele werden verfehlt – Kosten explodieren


Eine aktuelle Analyse des Umweltbundesamts zeigt, dass Österreich seine Klimaziele für 2030 klar verfehlen wird. Die Lücke liegt je nach Szenario bei rund 13 bis 20 Millionen Tonnen CO₂. Der notwendige Zukauf von Zertifikaten könnte laut Studien zwischen 370 Millionen und knapp sechs Milliarden Euro kosten.

Bereits jetzt liegen die volkswirtschaftlichen Klimaschäden in Österreich laut einer veröffentlichten Studie der Uni Graz bei mindestens 2,5 Milliarden Euro jährlich – und könnten in Zukunft stark steigen, etwa durch Extremwetterschäden. 
 

„Wir zahlen entweder jetzt für Klimaschutz oder später ein Vielfaches für verpasste Ziele. Wegschauen wird jedenfalls teurer“, betont Kaineder.

Kritik übt Kaineder an der Bundesregierung: Trotz der bekannten Risiken fehle es an Tempo und Zusammenarbeit. Wer heute beim Klimaschutz spare, verschiebe die Kosten in die Zukunft.

„Die Bundesregierung spart beim Klimaschutz und schiebt damit die Rechnung in die Zukunft. Das wird für uns alle teurer. Wer jetzt kürzt, zahlt später doppelt“, so Kaineder.

Gleichzeitig sei Klimaschutz weit mehr als eine Verpflichtung: Investitionen in Energiewende und Klimaschutz stärken Innovation, schaffen Arbeitsplätze und sichern regionale Wertschöpfung. Gerade Oberösterreich zeige, wie eng Klimaschutz, Lebensqualität und wirtschaftliche Stabilität zusammenhängen.

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Bei der Landesklimaschutz-Referent/innenkonferenz in Tulln übergab der oö. Klimaschutzbeauftragte DI Andreas Drack (Bildmitte) die gemeinsame Ländervertretung, die er seit 1998 inne hatte. © Franziska Radinger/ Land OÖ