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LNG-Terminal Wilhelmshaven: Deutsche Umwelthilfe geht gegen beantragte Einleitung von weiteren Chlor-Bioziden in die Jade vor

31.07.2026

Gefahr für Umwelt und Gesundheit: Biozid-Einleitungen können zu potenziell krebserregenden Stoffen im Wasser führen

djedj-vessel-LNGSchiff.jpg
LNG Schiff © djedj

Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Einwendung gegen einen Antrag der LNG-Terminal-Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) zur Inbetriebnahme einer Elektrochlorierungsanlage, die mit der kontinuierlichen Einleitung von Chlor-Bioziden ins Wasser der Jade verbunden ist, beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingereicht. Konkret sieht der Antrag der DET vor, neben dem schwimmenden LNG-Terminal "Höegh Esperanza" nun auch die "Excelsior" mit Chlor-Biozid zu reinigen und das belastete Abwasser anschließend in die Jade zu leiten. Ursprünglich war der Betrieb nur mit Ultraschallreinigungsverfahren genehmigt worden. Auch das geplante Onshore-Terminal in Wilhelmshaven, dessen Bau die DUH im Bündnis mit NABU und BUND im Eilverfahren stoppen konnte, soll die Biozid-Reinigungsmethode nutzen - die Belastung könnte sich langfristig also nochmals erhöhen. Die DUH fordert die umgehende Ablehnung des Erlaubnisantrags durch das NLWKN.
 

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "In Wilhelmshaven wird erneut deutlich, dass die vielen LNG-Terminals an Deutschlands Küsten nicht nur eine Hypothek im Kampf gegen den Klimaschutz sind, sondern auch enorme Umweltschäden verursachen. Das Wattenmeer ist ein Zentrum der biologischen Vielfalt und Zuhause für hunderte Arten. Die Einleitung von toxischen Bioziden in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und das Ökosystem der Jade. Im Wasser bildet das Biozid chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen. Wir fordern die strikte Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals. Keine andere Betreiberfirma in Deutschland verwendet sonst Biozid."

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