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Liebe hilft: Stabile gute Partnerschaften  könnten das Risiko für Fettleibigkeit senken  

06.12.2025

Gehirn und Darm liegen näher zusammen als wir denken - gesteuert möglicherweise durch das "Liebeshormon" Oxytocin

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© ai gen Gerd Altmann pixabay.com

Eine neue Studie der UCLA Health Los Angeles legt nahe, dass stabile und emotional unterstützende Partnerschaften mehr als nur seelischen Rückhalt bieten: Sie könnten über die Verbindung zwischen Gehirn und Darm auch vor Fettleibigkeit schützen.

Die in Good Microbes veröffentlichte Untersuchung zeigt erstmals, dass soziale Bindungen das Essverhalten und das Gewicht über einen integrierten biologischen Mechanismus beeinflussen, gesteuert unter anderem durch das Hormon Oxytocin, häufig als „Liebeshormon“ bezeichnet.

„Unsere Ergebnisse zeigen, wie gute Ehe und emotionale Unterstützung buchstäblich unter die Haut gehen“, sagt Studienleiterin Dr. Arpana Church. Fast 100 Erwachsene aus dem Raum Los Angeles nahmen an der Untersuchung teil. Neben Hirnscans und Analysen des Darmmikrobioms wurden auch Oxytocinspiegel und das Ausmaß wahrgenommener emotionaler Unterstützung erhoben.

Verheiratete Menschen, die ihre Partnerschaft als besonders unterstützend beschrieben, hatten einen niedrigeren Body-Mass-Index und zeigten weniger suchthaftes Essverhalten. In Hirnscans reagierten bei ihnen jene Regionen stärker, die Appetit und Impulskontrolle steuern. Gleichzeitig fanden die Forschenden günstigere Stoffwechselprodukte im Darm  -  ein Hinweis auf ein gesünderes Zusammenspiel zwischen Mikrobiom, Energiehaushalt und Entzündungsvorgängen.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei offenbar Oxytocin. Höhere Werte des Hormons könnten laut Church sowohl die Selbstkontrolle im Gehirn stärken als auch den Stoffwechsel im Darm positiv beeinflussen.

Die Ergebnisse stellen traditionelle Vorstellungen über Ehe und Gewicht infrage. Nicht die Ehe an sich, sondern die Qualität der emotionalen Unterstützung scheint entscheidend für gesundheitliche Vorteile zu sein.

Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt und  noch keine klaren Kausalzusammenhänge bewiesen sind. Größere und langfristige Studien sollen folgen.

Dennoch weist die Studie auf einen wichtigen Ansatz hin: Soziale Verbundenheit könnte ein unterschätzter Faktor in der Prävention von Fettleibigkeit sein  und ein weiterer Beleg dafür, wie eng Körper, Gehirn und Beziehungen miteinander verwoben sind.

Links

  • Social bonds and health: exploring the impact of social relations on oxytocin and brain–gut communication in shaping obesity
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06.12.2025
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© ai gen Gerd Altmann pixabay.com