Leck im Bereich des Primärkreislaufes des Blocks 2 des AKW Temelin -
(Prag/Linz, am 7. Juni 2004): Bereits gestern in den Morgenstunden wurde im Bereich des Primärkreislaufes im zweiten Block des AKW Temelin ein Leck entdeckt. Aus dem Primärkreilauf sind mehr als 3000 l verseuchtes Wasser entwichen, es kam zur Kontamination von zwei Arbeitsräumen. Der Betreiber CEZ informierte bisher gar nicht über den Vorfall, die tschechische Nuklearaufsichtsbehörde reagierte erst mit Verspätung von mehr als 24 Stunden. "Diesmal ist sogar der Primärkreislauf vom Zwischenfall betroffen, Radioaktivität ist im Inneren des Kraftwerkes entwichen", erklärt Radko Pavlovec, Anti-Atom-Beauftragter des Landes Oberösterreich. "Die Häufung der Ereignisse im Block 2 ist in den letzten Tagen bereits sehr auffällig".
Im Block 2 erfolgte vor einigen Tagen eine Schnellabschaltung. Als Ursache wurde ein Transformatorschaden außerhalb des Reaktorgebäudes angegeben. Der jüngste Zwischenfall betrifft jedoch den in sicherheitstechnischer Hinsicht wichtigsten Bereich des Kraftwerkes. Angesichts der in den letzten Monaten unbefriedigenden Informationspolitik des Temelin-Betreibers CEZ stellt sich jedoch die Frage, ob die Probleme im Primärkreilsauf die eigentliche Ursache für die Abschaltung im Block 2 darstellen. "Im Gegensatz zu früheren Zwischenfälle sollte die Nuklearaufsichtsbehörde ihre passive Rolle aufgeben und detaillierte Untersuchungen durchführen", erklärt Pavlovec. "Vor einer übereilten Wiederaufnahme des Probebetriebes muß dringend abgeraten werden".
Weitere Informationen: Radko Pavlovec, Tel. 0664 / 421 74 91.
Im Block 2 erfolgte vor einigen Tagen eine Schnellabschaltung. Als Ursache wurde ein Transformatorschaden außerhalb des Reaktorgebäudes angegeben. Der jüngste Zwischenfall betrifft jedoch den in sicherheitstechnischer Hinsicht wichtigsten Bereich des Kraftwerkes. Angesichts der in den letzten Monaten unbefriedigenden Informationspolitik des Temelin-Betreibers CEZ stellt sich jedoch die Frage, ob die Probleme im Primärkreilsauf die eigentliche Ursache für die Abschaltung im Block 2 darstellen. "Im Gegensatz zu früheren Zwischenfälle sollte die Nuklearaufsichtsbehörde ihre passive Rolle aufgeben und detaillierte Untersuchungen durchführen", erklärt Pavlovec. "Vor einer übereilten Wiederaufnahme des Probebetriebes muß dringend abgeraten werden".
Weitere Informationen: Radko Pavlovec, Tel. 0664 / 421 74 91.