Lebensmittelverschwendung: Bewusst genießen statt wegwerfen
Weitreichende ökonomische und ökologische Folgen
Lebensmittelverschwendung belastet sowohl das Geldbörserl als auch die Umwelt. Einerseits kosten laut UNO die weltweiten Lebensmittelverluste jährlich 1.000 Milliarden US-Dollar (knapp 852 Milliarden Euro). Andererseits gehen zwischen acht und zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen auf das Konto verschwendeter Lebensmittel. Wäre Lebensmittelverschwendung ein Land, hätte es den drittgrößten CO₂-Ausstoß weltweit – nach China und den USA. Stephan Pernkopf betont daher: „Jedes weggeworfene Lebensmittel steht für verschwendete Ressourcen und geringe Wertschätzung für die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern. Wer Lebensmittel wertschätzt, schützt Umwelt, landwirtschaftliche Ressourcen und das eigene Haushaltsbudget. Gerade jetzt in den Feiertagen können bewusste Entscheidungen einen großen Unterschied machen.“
Kleine Handlung, große Wirkung
Kleine Veränderungen im Alltag können einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung leisten: einkaufen mit Köpfchen, Lebensmittel richtig lagern, das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig verstehen oder die eigenen Sinne nutzen, um zu prüfen, ob etwas noch genießbar ist. Diese einfachen Maßnahmen eignen sich auch als Vorsätze fürs neue Jahr: kreativ feiern, weniger verschwenden, Klima und Börserl entlasten.
Über das Projekt
Die Tafel Österreich und das Ökosoziale Forum zielen in ihrem gemeinsamen Projekt „Isst das jemand? Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung!“ darauf ab, die Öffentlichkeit für das Ausmaß, die Konsequenzen und den eigenen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren. Durch informative Veranstaltungen und Dialoge wird auf die Sinnlosigkeit von Lebensmittelverschwendung hingewiesen und nachhaltiges Verhalten gefördert. Alle Materialien zur Kampagne können direkt bei der Tafel Österreich und dem Ökosozialen Forum bestellt werden. Das Projekt „Isst das jemand?“ wird von Bund, Ländern und Europäischer Union unterstützt.