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Langstrecke mit dem Elektroauto durch Europa:  Absolut kein  Problem mehr 

10.04.2026

Die Erfahrungen aus der Community zeigen ein klares Bild: Entweder einfach fahren, weil die Kosten für nur ein oder zweimal im Jahr sowieso egal sind oder Planung und weniger zahlen - Ladekarten sind als Backup immer gut!

ELKWMustangFord.jpg
Laden des Ford Mustang Mach E direkt neben einem E-LKW © oekonews

Wer heute mit dem E-Auto quer durch Europa fährt, egal ob in den Urlaub oder beruflich, merkt schnell: Die Reichweite ist eigentlich keine große Herausforderung mehr,  es gibt ein weit größeres Netz an Schnelladestationen als noch vor 5 Jahren. Unterschiedliche Anbieter, Tarife, Apps und Karten verwenden?   Das macht die Planung oft komplizierter als es notwendig ist. Die Erfahrungen aus der Community zeigen ein ziemlich klares Bild. 
Viele E-Autofahrer und -fahrerinnen fahren nur für den Urlaub in andere Länder -  das ist meist nur ein oder zweimal pro Jahr. Da ist es ihnen egal, wenn die Ladekosten etwas höher sind und sie dafür nicht lange nachdenken müssen. Die Kosten für das Laden sind meist immer noch billiger als mit dem Verbrenner zu fahren.  Nur für   Urlaubsfahrten sind die etwas höheren Kosten an Schnellladern kein Problem, weil ohnehin die große Mehrheit den Rest des Jahres zuhause lädt -   oft mit hohem Anteil von eigenem Sonnenstrom. Das heißt: Das ganze Jahr werden mit dem Elektroauto ohnehin Kosten spart. 


Karte oder App? Die Antwort ist: beides 


Braucht man heute überhaupt noch eine Ladekarte mit?  Die Diskussion zeigt deutlich: Es gibt keinen eindeutigen Gewinner – aber eine klare Empfehlung.

Apps bieten Transparenz 
Viele Fahrer schätzen den besseren Überblick über Preise und Ladepunkte in den Apps. Man weiß, was eine Ladung an der jeweiligen Station kostet und kann gezielt günstige Anbieter auswählen.

Ladekarten bieten Sicherheit 
Genauso häufig wurde betont: Eine physische Karte ist unverzichtbar als Backup. Funklöcher, defekte Apps oder Offline-Ladesäulen sind keine Seltenheit. Mehrere Nutzer berichten, dass sie ohne Karte schon gestrandet wären.

Also:  Apps für die Planung und eine weitere App für den Preisvergleich – Eine Ladekarte als Absicherung. Diese Kombination scheint sich auf Langstrecke durchgesetzt zu haben. 


Anbieter: Zwischen Allrounder und Spezialisierung
 

Viele setzen nicht auf eine einzige Lösung, sondern kombinieren:

  • Allrounder-Apps für Überblick und zusätzlich für Preisvergleich 
  • Herstellerlösungen (z. B. von Kia, BMW, VW etc.) für einfache Integration direkt im Auto
  • Spezialisierte Anbieter für besonders günstiges Schnellladen

Besonders häufig wurde  die Chargeprice App als ideales Werkzeug genannt, um Tarife zu vergleichen und teure Überraschungen zu vermeiden. 


Der heimliche Gewinner als Tipp  beim Schnellladen, vor allem bei Deutschen, ist Ionity,  und zwar idealerweise mit einem Monatsabo!

Warum?

  • Gute Abdeckung entlang der Autobahnen
  • Planbare Preise (oft ca. 0,33–0,39 €/kWh mit Abo)
  • Hohe Ladeleistung (bis 350 kW)
  • Kündigung des Monatsabos geht auch kurzfristig (Nach der Reise)


Wichtig: Mehrere Nutzer warnen davor, auf Partnerstationen = Roaming auszuweichen – dort können die Preise deutlich höher sein, das gilt auch für Iónity!! 


Preise: Zwischen Schnäppchen und Abzocke
 

Die Bandbreite ist enorm – und genau das sorgt für Frust. 
 

Günstigste genannte Beispiele:
 

  • 0,16 €/kWh am Schnelllader in Südfrankreich als eine Art "Sonderangebot" zu Spitzensolarstromzeiten um die Mittagszeit 
  • LIDL (Ö)  mit  aktuell  0,29 €/kWh 
  • <0,30 €/kWh an Tesla-Superchargern in Spanien
  • Teilweise sehr günstige lokale Anbieter ohne Roaming

Teure Erfahrungen:
  • Bis zu 0,90 €/kWh bei Schnellladern beim Roaming
  • Extremfälle mit Zeitgebühren: fast 19 € für nur 5 kWh (!)  AC-Ladung!! 
  • Unklare Preisstrukturen, besonders bei privaten Betreibern, z.B. in einem Hotel   
Ein häufiges Fazit: Transparenz macht den Unterschied. Frankreich wird hier mehrfach positiv hervorgehoben, weil die Preise bei  Ladestationen klar  angezeigt werden. Außerdem ist Lademöglichkeit mit Bankomatkarte in Frankreich sehr verbreitet! 


Länderunterschiede: Europa ist kein einheitlicher Markt

Die Erfahrungen zeigen deutliche Unterschiede:

  • 🇫🇷 Frankreich: transparent und fair
  • 🇪🇸 Spanien: günstige Ad-hoc-Lader, aber diese sind oft schwer zu finden
  • 🇩🇪 Deutschland: teilweise instabile Infrastruktur (Offline-Säulen)
  • 🇨🇭 Schweiz: ohne Roaming kann es kompliziert werden  

Planung versus  Gelassenheit 

Interessant ist auch die Haltung der Fahrer:

  • Die einen planen genau, vergleichen Preise und optimieren danach jeden Ladehalt
  • Die anderen fahren einfach los und laden dort, wo es kurzfristig passt – wie früher beim Verbrenner
Beide Ansätze funktionieren. Der Unterschied liegt vor allem im Preis.

Was sich wirklich bewährt

Aus allen Erfahrungen lassen sich ein paar klare Empfehlungen ableiten:

  • Immer eine Ladekarte dabeihaben
  • Apps für Preisvergleich nutzen (z. B. Chargeprice)
  • Auf bewährte Netzwerke setzen (z. B. Ionity)
  • Preise im Ausland kurz checken – Die Unterschiede sind groß
  • Sich nicht nur auf Technik verlassen –  pragmatisch bleiben (nicht diskutieren darüber, sondern einfach tun)
     

 

Langstrecke mit dem E-Auto ist längst alltagstauglich – Vom Norden bis ans südlichste Ende Europas. Wer vorbereitet ist, erlebt dabei selten Probleme.

Die wichtigste Erkenntnis:
Nicht die Frage „Karte oder App?“ entscheidet, sondern die richtige Kombination aus beidem.

Und manchmal braucht es einfach die Bereitschaft lozusfahren, dort anzustecken wo es gerade einen Schnellader gibt, einen Kaffee  trinken – und  einfach weiterzufahren, überall hin!  
 

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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 12. Mai 2026, 69.051 Artikel Online

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