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Lärmschutzwand am Margaretengürtel erzeugt Energie

11.02.2007

Oberer Teil der Lärmschutzwand produziert Solarstrom

© Rathauskorrespondenz Wien
© Rathauskorrespondenz Wien
Wien – Am Margaretengürtel bei der Wohnhausanlage "Theodor Körner–Hof" entsteht die höchste Lärmschutzwand Wiens
Nach zahlreichen Planungsschritten hat die MA 29 – Brückenbau und Grundbau ein wirtschaftliches und technisch umsetzbares Projekt in Abstimmung mit der MA 19 – Architektur und Stadtgestaltung entwickelt. Ausgeführt wird eine abgestufte fünffeldrige Lärmschutzwand mit einer Gesamtlänge von ca. 150 Meter und 18 Meter Höhe. Die Elemente sind aus Glas, um genügend Licht und Helligkeit in den Bereich zwischen die Häuser zu bringen.
Als innovativer Partner konnte Wien Energie – Wienstrom gewonnen werden. Im oberen Bereich der Lärmschutzwand werden die herkömmlichen Elemente durch eine Photovoltaikanlage ersetzt, die zur Stromgewinnung herangezogen wird. Auf rund 190 Quadratmeter wird Strom für ca. acht Wiener Haushalte gewonnen. Maßgeblich dafür ist die geringe Montagefläche und die vertikale Anbringung der Photovoltaikelemente, die dennoch einen Ertrag von ca. 90 Prozent erbringen. Der gewonnene Strom wird anschließend ins öffentliche Netz eingespeist. In Wien treffen pro Quadratmeter und Jahr rund 1100 Kilowattstunden Sonnenenergie auf eine nach Süden geneigte Fläche. Sonnenenergie ist schadstoff– und kohlendioxidfrei.
In Abstimmung mit der Umweltanwaltschaft und der MA 29 wurde eine Bedruckung der Glaswände für den Schutz vor einem Vogelanprall entwickelt. Um eine Spiegelung zu vermeiden, wird diese innen und außen ausgeführt, die miteinander korrespondiert. Durch die Anordnung der Sichtschutzstreifen kommt es für die Bewohner hinter der Lärmschutzwand zu keiner wesentlichen Verringerung der Helligkeit. Für den Vogelschutz sind trotzdem alle Voraussetzungen gegeben.
Die Lärmschutzwand beim Theodor Körner Hof ist ein Pilotprojekt. Im Sommer 1999 wurde von der MA22 – Umweltschutz der Stadt Wien das Projekt SYLVIE –"Systematische Lärmsanierung von innerstädtischen Lärmvierteln" gestartet. Dieses Projekt wurde im LIFE–Umwelt–Programm der EU gefördert. Das Ziel von SYLVIE ist im ausgewählten Lärmsanierungsgebiet, vor allem durch die Kooperation der betroffenen Lärmakteure, eine subjektive und objektive Lärmminderung zu erzielen.
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11.02.2007 | Autor*in: holler
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