Ladeinfrastruktur-Konferenz 2025: Deutsche Bundesregierung präsentiert „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“
Berlin - Auf der Ladeinfrastruktur-Konferenz des deutschen Bundesverkehrsministeriums hat Minister Patrick Schnieder am Donnerstag den neuen „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ vorgestellt. Das Bundeskabinett hatte das Strategiepapier erst am Vortag beschlossen. Es bildet die zentrale Grundlage für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland und soll maßgeblich dazu beitragen, Elektromobilität alltagstauglicher und für alle zugänglich zu machen.
Schnieder betonte bei der Präsentation den Anspruch der Bundesregierung, das Laden von Elektrofahrzeugen genauso selbstverständlich zu machen wie das Tanken. Der Masterplan sei der „strategische Rahmen“ für die kommenden Jahre. Ziel sei ein dichtes, verlässliches und einfach nutzbares Netz an Ladepunkten – bundesweit, für private Haushalte wie für Unternehmen.
Der Masterplan umfasst 41 konkrete Maßnahmen, die die Bedingungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur verbessern sollen. Dazu zählen:
erleichterte Genehmigungs- und Investitionsbedingungen
mehr Wettbewerb und Transparenz bei Ladepreisen
stärkere Integration der Ladeinfrastruktur in das Stromnetz
Unterstützung innovativer Technologien wie dem bidirektionalen Laden
Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Förderprogrammen des BMV – etwa für Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern, auf Betriebshöfen und in gewerblichen Depots. Damit will die Bundesregierung sowohl Alltagssituationen als auch den gewerblichen Verkehr besser abdecken.
Rund 500 Teilnehmer:innen aus Industrie, Energiebranche, Kommunen und Politik diskutieren in Berlin über die Umsetzung des Masterplans und aktuelle Trends der Elektromobilität. Zu den Höhepunkten gehören eine Keynote von Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG, sowie eine hochrangig besetzte Gesprächsrunde mit Minister Schnieder, Hildegard Müller (VDA), Kerstin Andreae (BDEW) und Jeroen van Tilburg (IONITY). Weitere Panels widmen sich dem kommunalen Ausbau und dem Laden von E-Lkw.
180.000 Ladepunkte – und der Ausbau geht weiter
Johannes Pallasch, Leiter der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, erinnerte daran, dass Deutschland bereits über mehr als 180.000 öffentliche Ladepunkte verfügt. Mit jeder neuen Ladesäule werde das Ziel eines einfachen, flächendeckenden Ladeangebots greifbarer. Der Masterplan gebe den Rahmen vor, den Wandel hin zur klimafreundlichen Mobilität weiter zu beschleunigen.
Der vollständige Masterplan ist über das Bundesverkehrsministerium abrufbar.