Kurze Wege für Lebensmittel
„Wenn man den Verbrauchern wieder Vertrauen in Lebensmittel geben will, muss man eine persönliche Beziehung schaffen: Die Konsumenten wollen wissen, woher ihre Nahrungsmittel stammen. Dies gelingt am besten mit Qualitätsprodukten aus der jeweiligen Region, mit einer Küche der kurzen Wege„, so der Oldenburger Wirtschaftswissenschaftler Thorsten Raabe, der gemeinsam mit seinem Kollegen Reinhard Pfriem im Rahmen des Projektes ‚Ossena‚ regionale Wirtschaftsbeziehungen untersucht. Das Forschungsteam sucht nach praktischen Lösungen und Wegen, um regionale Produktketten in Ostfriesland zu optimieren; dazu gilt es, die Beziehungen und wechselseitigen Anforderungen zwischen landwirtschaftlichen Erzeugern, verarbeitender Industrie und Handel sowie der Gastronomie, Großverbrauchern und Konsumenten bestmöglich aufeinander abzustimmen. Solche Beziehungen sollen in wirtschaftlich selbst tragenden Netzwerken organisiert und somit dauerhaft verankert werden.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Schwerpunktes ‚Sozial–ökologische Forschung‚ vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Nicht nur ein wirtschafts–, auch ein einen kulturwissenschaftlichen Ansatz ist wichtig. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Ernährung auch ein Bestandteil der Kultur ist. Ernährungskultur drückt sich in den jeweiligen Lebensstilen von Menschen aus, sie ist aber auch von regionalen Besonderheiten geprägt, beispielsweise spezielle Angebote auf Seiten der Erzeuger und des Handels. Das Projekt empfiehlt daher zum Beispiel, dass Erzeuger ihre Agrarprodukte wieder stärker als Lebensmittel und nicht wie jetzt stark verbreitet, als bloße Rohstoffe betrachten. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, Qualitätsprodukte aus der Region erfolgreich in dieser vermarkten zu können.
Qualitätsprodukte können dem Verbraucher auch durch die regionale Gastronomie näher gebracht werden. In der Untersuchungsregion Ostfriesland hat das Projekt daher den Gastronomie–Netz ‚Ostfriesland Kulinarisch‚ angeregt, dessen Mitgliedsbetriebe regionale Gerichte aus regionalen Produkten anbieten. Auch Veranstaltungen werden organisiert, die Erzeuger und Verbraucher zusammenbringen und gleichzeitig Informationen über Lebensmittel und deren Zubereitung vermitteln.
Eine Lebensmittelversorgung der kurzen Wege ist allerdings nur möglich, wenn die komplette Vermarktungskette innerhalb der Region geschlossen ist. In der Projektregion Ostfriesland fehlte bislang eine ausreichende Zahl an Betrieben, die Lebensmittel in der erwünschten Produktqualität weiterverarbeiten. Dies ist auch Voraussetzung dafür, die regionale Wertschöpfung innerhalb dieses Wirtschaftsektors zu erhöhen.
Das Projekt entwickelt praktische Lösungen, die auf die Besonderheiten der Region um Emden, zugeschnitten sind und will damit auch Perspektiven für die zukünftige Entwicklung Ostfrieslands aufzeigen. Diese sollen jedoch gleichzeitig einer ‚nachhaltigeren Ernährungskultur‚ Rechnung tragen, die Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stabilität und individuelles Wohlbefinden miteinander vereint. Dabei wird eng mit Praxispartnern in der Region zusammengearbeitet, die gleichzeitig als Multiplikatoren dienen. Dazu gehören die Landwirtschaftskammer, Handelsketten, Gastronomen und regionale Verbände.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Schwerpunktes ‚Sozial–ökologische Forschung‚ vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Nicht nur ein wirtschafts–, auch ein einen kulturwissenschaftlichen Ansatz ist wichtig. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Ernährung auch ein Bestandteil der Kultur ist. Ernährungskultur drückt sich in den jeweiligen Lebensstilen von Menschen aus, sie ist aber auch von regionalen Besonderheiten geprägt, beispielsweise spezielle Angebote auf Seiten der Erzeuger und des Handels. Das Projekt empfiehlt daher zum Beispiel, dass Erzeuger ihre Agrarprodukte wieder stärker als Lebensmittel und nicht wie jetzt stark verbreitet, als bloße Rohstoffe betrachten. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, Qualitätsprodukte aus der Region erfolgreich in dieser vermarkten zu können.
Qualitätsprodukte können dem Verbraucher auch durch die regionale Gastronomie näher gebracht werden. In der Untersuchungsregion Ostfriesland hat das Projekt daher den Gastronomie–Netz ‚Ostfriesland Kulinarisch‚ angeregt, dessen Mitgliedsbetriebe regionale Gerichte aus regionalen Produkten anbieten. Auch Veranstaltungen werden organisiert, die Erzeuger und Verbraucher zusammenbringen und gleichzeitig Informationen über Lebensmittel und deren Zubereitung vermitteln.
Eine Lebensmittelversorgung der kurzen Wege ist allerdings nur möglich, wenn die komplette Vermarktungskette innerhalb der Region geschlossen ist. In der Projektregion Ostfriesland fehlte bislang eine ausreichende Zahl an Betrieben, die Lebensmittel in der erwünschten Produktqualität weiterverarbeiten. Dies ist auch Voraussetzung dafür, die regionale Wertschöpfung innerhalb dieses Wirtschaftsektors zu erhöhen.
Das Projekt entwickelt praktische Lösungen, die auf die Besonderheiten der Region um Emden, zugeschnitten sind und will damit auch Perspektiven für die zukünftige Entwicklung Ostfrieslands aufzeigen. Diese sollen jedoch gleichzeitig einer ‚nachhaltigeren Ernährungskultur‚ Rechnung tragen, die Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stabilität und individuelles Wohlbefinden miteinander vereint. Dabei wird eng mit Praxispartnern in der Region zusammengearbeitet, die gleichzeitig als Multiplikatoren dienen. Dazu gehören die Landwirtschaftskammer, Handelsketten, Gastronomen und regionale Verbände.