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Kühler Kopf bei der Heizungswahl zahlt sich aus – Erneuerbare Wärme spart Kosten und schafft Unabhängigkeit

28.06.2026

Erneuerbare Energie Österreich fordert stabilen Rahmen für Ausstieg aus Öl und Gas

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Wärmepumpe © IntelligentVisualDesing pixabay.com
Wien - Ein kühler Kopf ist dieser Tage doppelt gefragt, betont der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ): Nicht nur angesichts der aktuellen Hitzewelle, sondern auch bei der Entscheidung für das Heizsystem der Zukunft. Wer von Öl und Gas auf erneuerbare Energien umsteigt, schützt sich vor Preisschocks auf den internationalen Energiemärkten und senkt dauerhaft seine Heizkosten. So kann etwa ein Wechsel von einer Gasheizung auf Pellets aktuell eine Einsparung von bis zu 2.500 Euro pro Jahr bringen. Auch Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und moderne Biomassesysteme ermöglichen solche Ersparnisse.

„Auf den ersten Blick wirkt es bei 35 Grad und mehr vielleicht absurd ans Heizen zu denken, aber gerade jetzt gilt es für den nächsten Winter vorzusorgen. Wer heute auf ein erneuerbares Heizsystem setzt, macht sich unabhängiger von fossilen Preisrisiken und spart langfristig Energiekosten“, sagt Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ.
 

Erneuerbare Wärme schützt vor Preisrisiken

 

Fakt ist: Preisachterbahnen für fossiles Öl und Gas durch wiederkehrende geopolitische Krisen, bringen Haushalte immer wieder stark in Bedrängnis. Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger bleiben dauerhaft anfällig gegenüber internationalen Krisen, geopolitischen Unsicherheiten und volatilen Märkten – mit entsprechenden Kostenfolgen für Verbraucher und Verbraucherinnen. Gleichzeitig verursachen fossile Energien einen Abfluss von mehreren Milliarden Euro jährlich durch Energieimporte und tragen - wie die aktuelle Hitzewelle eindrücklich vor Augen führt - wesentlich zur Verschärfung der Klimakrise bei.
 

Rechnen zahlt sich aus: Kostenvergleiche zeigen, dass Haushalte durch den Umstieg auf moderne erneuerbare Heizsysteme ihre laufenden Energiekosten deutlich reduzieren können. Aktuelle Berechnungen zeigen: Ein Haushalt, der von einer Ölheizung auf Pellets umsteigt, spart auf Basis der aktuellen Preise, mehr als 1.800 Euro pro Jahr, bei einer Gasheizung sind es sogar 2.500 Euro. Auch Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und moderne Biomassesysteme ermöglichen ähnlich deutliche Ersparnisse.
 

EEÖ fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Wärmewende

 

Der EEÖ sieht die aktuellen budgetären Entwicklungen kritisch. Zwar sollen weiterhin Fördermittel für den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme zur Verfügung stehen, Fördersätze und Fördervolumen werden jedoch reduziert. Aus Sicht des Verbandes reicht dies nicht aus, um die notwendige Geschwindigkeit beim Ausstieg aus Öl und Gas sicherzustellen. KonsumentInnen werden in der fossilen Kostenfalle in Stich gelassen.
 

Für das diesjährige Förderbudget zeichnet sich ab, dass dieses noch im Sommer ausgeschöpft sein könnte. Für die Branche und die KonsumentInnen bedeutet das wiederum ein Fortschreiben der verunsichernden Stopp and Go Situation.
 

„Die Regierung bleibt hier noch eine Lösung schuldig! Gerade wenn Förderungen reduziert werden, müssen zusätzliche Maßnahmen und Instrumente zur Anwendung kommen. Es braucht einen klaren Ausstiegspfad aus fossilen Heizungen. Sonst droht Österreich bei Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit wertvolle Zeit zu verlieren“, betont Prechtl-Grundnig.

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